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1973 - Mini meets Wolga

Reisebericht einer Privatreise im PKW "Mini" von Hamm/Westfalen bis in den Kaukasus 1973

Reiseform
PKW-Privatreise 2 Personen durch den europäischen Teil der UdSSR
Reiseroute
Hamm/Westfalen-DDR-Polen-Brest-Minsk-Moskau-Orel-Kursk-Kharkov-Rostov/Don-Krasnodar-Mineralnye Wody- Pjatigorsk-Tbilissi-Erevan-Tbilissi-Suchumi-Sochi-Novorossisk-Rostov/Don-Kharkov-Kiev-Zhitomir-Rovno-Polen-DDR-Hamm/Westfalen
visit-ussr-by-car
Karte-UDSSR-mit-Reiseroute
Autokarte-Sowjetunion
Reklame für SU-Reisen
Reiseroute durch die Sowjetunion
Reisekarte UdSSR
Eine Reise-Idee entsteht
Nach einer Fahrt durch die Ostblockstaaten Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und die Tschechoslowakei 1972, beschlossen wir, 22jährige Studenten, gebürtig aus Hamm und studierend in Freiburg mit den Fächern Chemie und Jura, im Folgejahr eine noch größere Rundfahrt und zwar durch die Sowjetunion zu wagen. Es war neu, dass Individualtouristen mit dem eigenen Fahrzeug die Sowjetunion, auf allerdings vorgeschriebenen Routen, erkunden durften. Wir waren sehr neugierig auf dieses riesige Land.
reise-programm-sowjetunion
visum-polen-1973
visum-sowjetunion
der Tour-Verlauf 1973
Visum für Polen
Visum UdSSR
Reisebeginn Deutschland West und Deutschland Ost - mit Anfangs-Schwierigkeiten:
Beim Start in Hamm am Morgen des ersten Reisetages - 17. Juli 1973- mit einem British Leyland Mini 1000 ist noch nicht sicher, ob die Reise wie geplant ablaufen kann, da wir zunächst noch nach Köln zur polnischen Botschaft fahren müssen, um dort das - hoffentlich erteilte - Visum abzuholen. Nach zweieinhalb Stunden Schlangenstehens halten wir das ersehnte Papier in Händen und fahren nun endgültig, wie wir meinen, zum ersten Etappenziel Berlin los. Kurz vor Hamm jedoch meldet sich der Motor mit einem penetranten Klappern. In einer Ahlener Werkstatt nimmt man sich des Wagens freundlicherweise sofort an, und nach weiteren zweieinhalb Stunden bangen Wartens geht es gegen 17:00 Uhr endlich Richtung Berlin, wo wir am späteren Abend eintreffen. Nach einem kurzen Besuch in Ostberlin am nächsten Vormittag (mit scharfen Kontrollen am Bahnhof Friedrichstraße) starten wir Richtung polnische Grenze. Die Durchfahrt durch die DDR kostet uns Gebühren für ein doppeltes Transitvisum (20 DM) und die Straßenbenutzung (5 DM). Die Fahrt auf der Autobahn gestaltet sich etwas abenteuerlich - Mopedfahrer wenden hier, zur Tankstelle auf der anderen Seite geht es quer über die Gegenspur, Feldwege münden direkt ein, Seitenstreifen gibt es ebenso wenig wie in Leitplanken. Bleibt ein Wagen liegen, so blockiert er die rechte Fahrspur und das meist noch ohne Sicherung - .
besuchen-sie-die-sowjetunion-mit-auto
Reise-Voucher-Olympia-Reisen
Sowjetunion per Auto
Reise-Gutschein Olympia-Reisen Berlin
Richtung Osten - durch Polen:
An der polnischen Grenze stellt sich heraus, dass das polnische Visum - entgegen unseren Informationen - bei der Ausreise in die Sowjetunion verfällt-„Visum nix gutt“-und nicht zur Wiedereinreise berechtigt. Deshalb werden wir in Moskau ein Transitvisum für die Rückfahrt beantragen müssen. An der Grenze endet die Autobahn, es wird Abend und wir müssen mit erhöhter Vorsicht fahren, da unbeleuchtete Fuhrwerke und mitten auf der Straße gehende Fußgänger uns verunsichern. Nach einer Übernachtung in Posen überraschen uns die günstigen Preise für Lebensmittel, zum Beispiel kostet ein Frühstück bestehend aus zwei Brötchen, Butter, vier Scheiben guten gekochten Schinkens und eine Tasse Kaffee pro Person 2 DM. Theoretisch könnten wir als West-Touristen noch um die Hälfte billiger leben, denn unterwegs werden wir einige Male auf der Straße angesprochen, ob wir nicht in DM gegen Zloty schwarz tauschen wollen. Beim Stadtrundgang überrascht uns der sehr gelungene Aufbau der historischen Altstadt. An einigen Geschäften mit Textilien (Nylonstrümpfen etc.) fallen uns lange Käuferschlangen auf, ansonsten scheint uns das Warenangebot preiswert und reichhaltig. Diesen Eindruck finden wir auch in Warschau bestätigt, wo wir uns am Abend eine Jugendherberge suchen. Ans Ziel führt uns schließlich nach einigen sprachlichen Schwierigkeiten ein Pole, der uns anschließend auch noch in seine Wohnung auf einem kleinen Imbiss mit Wodka und Bier bittet. Trotz der Verständigungsschwierigkeiten kommt eine herzliche Atmosphäre auf, in der für uns keinerlei Ressentiments spürbar werden. Überhaupt wird uns unterwegs ein paar Mal spontane Hilfe zuteil, unter anderem bei Bestellungen im Restaurant. Auch in Warschau können wir am nächsten Tag wieder eine sehr anheimelnd wirkende wieder aufgebaute Altstadt bewundern, sind aber von den nach dem Krieg im neuen Stil erbauten Stadtbezirken recht enttäuscht, denn diese Viertel wirken mit großen eintönigen Wohnblocks doch ziemlich hässlich und trostlos. Am Nachmittag führt uns die Fahrt zur sowjetischen Grenze durch etwas öde Landstriche mit recht ärmlich aussehenden Dörfern rechts und links der Straße. In dem Grenzort Terespol verbringen wir die Nacht auf dem Campingplatz vor dem Grenzübertritt in die Sowjetunion.
stadtbild-brest-belarus
autobahn-m1-brest-moskau
1. Station: Brest
Autobahn M1 Brest-Moskau
Das eigentliche Ziel ist erreicht - die Grenze zur Sowjetunion:
Am nächsten Morgen bringen wir schon auf polnischer Seite vor dem Schlagbaum etwa anderthalb Stunden zu, dann geht es auf die Brücke über den Bug, die polnisch-sowjetische Grenze. Auch hier wird uns Gelegenheit zur „Ruhe und Entspannung“ gegeben, nochmals circa anderthalb Stunden. Beim Überrollen der Grenzmarkierung stellen wir derweil unsere Uhren um 2 Stunden vor (Moskauer Zeit). Auf sowjetischer Seite werden wir von einer gut Deutsch sprechenden Intourist-Hostess in Empfang genommen, die uns bei den erforderlichen Formalitäten hilft (Camping und Hotelgutscheine, Straßenbenutzungsgebühr 20 DM, Haftpflichtversicherung(nicht obligatorisch) 50 DM, Benzingutscheine für 600 l 230 DM, Geldumtausch). Anschließend dürfen wir noch unser Auto völlig bis zum letzten herumfliegenden Socken ausräumen, um es wenig später wieder ohne größere Kontrolle voll zupacken. Auf diese Weise kommt wenigstens wieder etwas Ordnung ins Wageninnere. Alles in allem kostet uns der Grenzübertritt 5 Stunden. An diesem Tag müssen wir noch Minsk erreichen, kommen aber wegen der noch schlechteren Straßenverhältnisse (langgezogene Bodenwellen, tiefe Löcher, hoch ragende Gullys) nur schlecht voran, so dass wir erst bei Nacht unser Ziel erreichen
typische-russische-holzbauten
Neubauten-in-Russland
in einem tyischen Dorf
Neubau-Gebiet auf dem Weg nach Moskau
1. Etappe auf sowjetischem Territorium: Brest-Minsk-Moskau:
Gleich am nächsten Morgen bekommen wir den bislang einzigen Ärger mit sowjetischen Behörden, als wir aus Versehen ein Militärgebäude, dass wir für ein Museum halten, fotografieren. Sogleich werden wir von einem Soldaten festgehalten und nach langem Hin und Her, wobei auch durch einen Offizier ein Protokoll angefertigt wird und die betreffende Filmszene vernichtet werden muss, mit einer Verwarnung entlassen. Das ganze Theater findet im Wartezimmer eines Frisiersalons statt, wobei bisweilen ein sehnsüchtiger Blick des Friseurs unsere langen Haare trifft. Aus Minsk vergrault fahren wir nach Smolensk, und am nächsten Tag erreichen wir nach vielen Stunden Schüttelei und Rüttelei die Stadtgrenze von Moskau. Eine erste wichtige Etappe ist erreicht.
Moskau-Roter-Platz
Moskau-Kaufhaus-GUM
Moskau, Roter Platz
Moskau, Kaufhaus GUM
In Moskau:
Am Abend des 23. Juli landen wir also im 25 km Kilometer von Moskau entfernt liegenden Campingplatz Butowo. Die Fahrt in die Stadt gestaltet sich an den nächsten Tagen recht schwierig, da es hier wie in den meisten sowjetischen Städten keinerlei Beschilderung gibt. Sofort nach den ersten Kilometern fallen uns in den Außenbezirken riesige Trabantenstädte auf, die uns wegen ihrer Gleichförmigkeit und ihres heute schon schlechten Zustands erschrecken und die bei uns kritisierten Anlagen wie das Märkische Viertel in Berlin als harmlos erscheinen lassen. Was uns speziell als Autofahrer betrifft, so haben wir große Mühe, eine der drei (!) vorhandenen Tankstellen mit Superbenzin zu finden, die abseits vom Zentrum in einer Nebenstraße liegt. Hier fließt aus einer nicht näher gekennzeichneten Zapfsäule das Gewünschte. Eine weitere Schwierigkeit bereitet es, im Hotel Intourist postlagernde Sendungen zu erhalten, denn nach Auskunft am Schalter habe man seit drei Tagen wegen Regens (!?!) keine Auslandspost erhalten. Im Zentral Kaufhaus, „GUM“ fallen uns in noch größerem Maße als in Polen Käuferschlangen auf, besonders an den Ständen für Schuhe, Textilien und Phonogeräte. Die längste Schlange allerdings bildet sich kurioserweise am Verkaufstisch für Damenperücken, wo immer fünf Damen gleichzeitig zur Anprobe vorgelassen werden, während der Rest hinter einem Absperrgitter warten muss.
Moskau-Kalinin-Prospekt-Arbat
Moskau-hotels-am-roten-platz
Moskau, Kalinin-Prospekt /heute Nowy Arbat
Moskau, Blick über den Roten Platz
von Moskau Richtung Süden:
Bei der Ausfahrt aus Moskau am 27. Juli werden wir von einem so genannten GAI posten(GAI = staatliche Verkehrspolizei) angehalten und anhand unserer Marschroute, einem Papier das wir ständig bei uns tragen müssen und in dem unsere einzelnen Etappen mit genauen Datumsangaben verzeichnet sind, kontrolliert. Generell müssen wir an diesen Posten, die an jeder größeren Kreuzung und sonst in unregelmäßigen Abständen stehen, mit 40 km/h vorbeifahren, wobei dann jeweils unser Kennzeichen notiert wird und dies auffällig unauffällig. An diesem Tag sieht unserer Marschroute die Strecke nach Orjol vor, wir fahren teilweise in strömendem Regen, wobei wegen des schlechten Straßenzustands, der zu großen Schlammpfützen führt, unser Wagen alsbald total verdreckt ist und die Sicht sehr oft behindert ist. Die Lichter und Blinkzeichen der Lastwagen, die s onst schon kaum zu sehen sind, wenn sie funktionieren, sind jetzt fast gar nicht mehr zu erkennen.
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Strassenbau-ist-frauenarbeit-in-udssr
Strasse "na remont"
Strassenbau ist Frauenarbeit
kriegs-denkmal-russland
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Kriegs-Memorial
Schachtanlagen im Donbass
Orjol - Charkow:
Orjol selbst bietet nicht viel. An einigen Denkmälern zu Ehren der Gefallenen begegnen uns des öfteren Hochzeitsgesellschaften, die dort nach der Trauung Blumen niederlegen und von denen uns auch einmal eine zum Fotografieren ermuntert und uns anschließend auf offener Straße mit Wodka und Wurstbroten bewirtet. In den Straßen herrscht ein emsiges Treiben, denn heute ist Subbotnik. An einem solchen Tag arbeiten die Bürger einer Stadt freiwillig bei öffentlichen Aufgaben mit, so bei der Straßenreinigung und bei der Pflege der Grünanlagen. Das nächste Ziel ist Charkow, wo wir nach vergeblichem Suchen schließlich von der Polizei geführt den Campingplatz erreichen. Die Straße nach Rostow am Don ist recht gut ausgebaut, die Vegetation wird wegen der größeren Trockenzeit spärlicher, ebenso die Tankstellen, die Superbenzin vorrätig haben. Hinter Rostow zerschmettert ein flacher Kiesel, von einem Lastwagen hochgewirbelt, unseren rechten Scheinwerfer, den wir dann am nächsten Tag in Pjatigorsk ohne längere Wartezeit gegen einen neuen, Made in DDR, austauschen lassen zum Preis von umgerechnet 26 DM.
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Hochzeit-russisch
Hochzeitsgesellschaft
einen Wodka auf das Brautpaar
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Verkehrs-Kontrollpunkt G.A.I.
typische Tankstelle
dem Kaukasus entgegen:
Den Kaukasus können wir vorerst nur mehr ahnen als sehen, da die Berge dunstverhangen sind. Auch am nächsten Tag auf dem Weg nach Ordshonikidse wollen sich die Berge nicht zeigen. Trotzdem unternehmen wir hier eine Exkursion in den Kaukasus über reine Schotterwege, gelegentlich von tiefen Rillen unterbrochen, die den Wagen manchmal aufsetzen und einmal sogar festsitzen lassen. Die vorbeiziehenden Wolkenfetzen und die wilde, urwüchsige Landschaft bringen einen Hauch von Abenteuer mit sich.
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Pjatigorsk
Freiluft-Obststand
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die Berge des Kaukasus
das Reise-Mobil
Auf der grusinischen Heerstraße führt uns unsere nächste Etappe durch schmale Schluchten mit reißenden Gebirgsbächen, deren Zuflüsse gelegentlich auch über die Straße führen und sie unterspülen, vorbei an zerklüfteten Bergriesen über den 2400 m hohen Kreuzpass nach Tblissi (Tiflis), der Hauptstadt Grusiniens, wobei wir unterwegs unsere Uhr um eine weitere Stunde vorstellen müssen. Unterwegs lernen wir die bekannte Händlereigenschaft der Georgier kennen. Auf einem ziemlich einsamen Wegabschnitt stoppen uns plötzlich zwei Wagen, vier Männer steigen aus, von denen einer sofort auf Stefans Hemd zeigt und ihm bedeutet, er wolle es kaufen. 25 Rubel (nach dem offiziellen Kurs 100 DM) scheinen uns ein angemessener Preis, der Kauf wird perfekt gemacht, Stefan steht im Unterhemd da. Auf nachdrückliches Verlangen schnallt Uli alsdann seinen Koffer vom Dachgepäckträger, indem daraufhin das Unterste zuoberst gekehrt wird, doch nichts gefällt. Man verabschiedet sich freundlich, doch ist unser Erstaunen groß, als uns nach einigen Kilometern diese Typen noch einmal anhalten. Aus uns unbekannten Gründen wollen sie das gute Stück nun doch nicht, Geld und Hemd wechseln erneut den Besitzer.
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kaukasus-schluchten
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Berge und Schluchten
im Großen Kaukasus
typische Berg-Strasse
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typische Strasse im Kaukasus
Kinder am Wegesrand
in Georgien /Kaukasus:
Kurz vor Tblissi wird Uli nach einem Mittagessen in einem Intourist-Restaurant so übel, dass er sich erbrechen muss und Kreislaufstörungen bekommt. Noch am Abend wird er in ein Infektionskrankenhaus eingeliefert, wo er dann bis zum 6. August mit einer Magenverstimmung liegen muss, kein Einzelfall, wie wir später von anderen Touristen erfahren. Über seine Eindrücke in diesem Krankenhaus berichtet Uli in einem getrennten Brief.
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georgische Speicher-Häuser
georgische Familie
Hier: Beschreibung eines Krankenhaus-Aufenthalts 1973 in Tblissi / Georgien aus Sicht eines (West-) Deutschen Touristen (PDF)
in Armenien /Kaukasus:
Stefan macht sich also allein auf dem Weg nach Eriwan, der Hauptstadt Armeniens. Ebenso wie Tblissi unterscheidet sich diese Stadt völlig von anderen sowjetischen Städten, das Treiben in den Straßen ist lebhafter, das Stadtbild sauberer und gepflegter und das Warenangebot reichhaltiger. Das Gebäude des als „Radio Eriwan" so bekannten armenischen Rundfunks entpuppt sich als völlig nichtssagendes Haus. Auf der Rückfahrt verkaufen in den Dörfern Kinder an der Straße Obst. Hält man auf ihr freundliches Winken allerdings nicht an, werfen sie mit Steinen nach dem Wagen.
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Tbilissi - Hauptstadt Georgiens
PKW-Besichtigung
Von Tiflis aus, wo Uli inzwischen von Intourist und anderen deutschen Touristen unterstützt wieder auf den Beinen ist, führt uns am 7. August unsere Weiterfahrt Richtung Schwarzes Meer, gut 6.000 km sind einigermaßen heil überstanden, die Rückfahrt beginnt
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Mittagsschlaf im Kaukasus
Lebensmittel-Laden
Suchumi:
Waren wir bisher schon von den Campingplätzen ziemlich viel gewohnt, so überbot Suchumi alles bisher Dagewesene. Auf den Administrator warteten wir geschlagene 2 Stunden, kurz vor 22:00 Uhr gab es für uns nichts mehr zu essen (genauso wenig wie es am nächsten Morgen Frühstück gab), der Gipfel waren jedoch die Toiletten. Unter Eingeweihten hießen sie nur die „Hühnerstangen“, denn man hockte bei durchdringendem Ammoniakgeruch nebeneinander nach französischer Manier in vorne offenen Vorschlägen. Dieses Verfahren hatte allerdings zwei Vorteile: zum einen lässt es manchen nicht wie gewohnt zur Zeitung greifen, zum anderen erspart es Wartenden das Rütteln an der Tür, da sie sofort sehen, welche Lokalitäten frei sind. Dies war ein guter Anknüpfungspunkt für Diskussionen mit den Bürgern der DDR, die sich genauso wie wir über diese Zustände beklagten.
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Toilette-campingplatz-suchumi
Campingplatz Suchumi
Campingplatz-Toilette Suchumi
Sotschi:
Das weltbekannte Seebad Sotschi machte seinem Namen nur teilweise Ehre. Die Stadt selbst macht besonders gegenüber anderen sowjetischen Städten einen gepflegten und saubereren Eindruck mit vielen Grünanlagen, der Strand allerdings bestand aus einem 10 m breiten Schotterstreifen, Sonnenanbeter mussten sich auf grüne oder blaue Holzpritschen zurückziehen, von denen die Farbe bereits abblätterte. Dazu war so viel Tang im Meer, dass uns die Lust am Baden verging.
hafen-von-sochi-russland
schwarzmeer-strand-bei-sochi
Hafen von Sochi
Strand bei Sochi
sochi-sanatorium
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Sanatorium in Sochi
Uferpromenade Sochi
Gelendschik ==> Rostow am Don =>> Charkow =>> Kiew: Beim ersten Stadtbummel in Kiew spürt man den gleich größeren Einfluss des Westens betreffend Kleidung und Habitus der Einwohner. Uns verwunderte es daher nicht, dass wir am Abend des Öfteren angesprochen worden, ob wir nicht Kleidung und Devisen verkaufen wollten. Uns erwischte es jetzt beide mit Magen- und Darmbeschwerden, dazu mit Fieber, doch glücklicherweise abwechselnd, so dass immer einer fit zum Fahren war, während sich der andere erholte.
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Camping bei Gelendshik
Schwarzmeer-Küste
Kiew-dnepr-ukraine
kiew-hauptstrasse-krestschatik
ukrainische Hauptstadt Kiew
Hauptstrasse Krestschatik in Kiew
Lwow (Lemberg)
Grenze Sowjetunion / VR Polen:
Der Grenzübertritt nach Polen verlief reibungslos, die Kontrollen beschränkten sich auf Stichproben.
Über Krakau, Breslau und die Transitautobahn durch DDR gelangten wir am Abend des 19. August auf westdeutschen Boden, wo wir in der Nähe der Grenze noch einmal übernachteten. Am nächsten Mittag erreichten wir nach knapp 11.000 km Fahrt die Stadtgrenze von Hamm.
autoroute-charkow-kaukasus
von Intourist empfohlene Autoroute in den Kaukasus
Dank an den Verfasser
wir danken herzlich Herrn U. Verspohl (Hamm/Berlin) für das zur Verfügung gestellte Bild- und Textmaterial.
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