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Informationen über das Rote Fort von Agra
Bildergalerie des Roten Forts
Informationen über das Taj Mahal in Agra
Bildergalerie des Taj Mahal
Agra ist Teil des mythischen Landes Brijbhoomi, in dem Lord Krishna geboren wurde und aufwuchs. In Agra gibt es 5 Shiva-Tempel aus antiker Zeit.
Um 1504 erwählte Sikandar Lodhi, 2. Herrscher der Lodhi-Dynastie des Sultanats von Delhi die Stadt Agra zu seiner neuen Hauptstadt. Die Lodhi-Dynastie beherrschte das
muslimische Sultanat von Delhi für 3 Generationen von 1451-1526 - unter Bahlul Khan Lodhi (1451-1489), Sikandar Lodhi (1489-1517), Ibrahim Lodhi (1489-1526).
Sultan Ibrahim Lodhi wurde 1526 in der Schlacht von Prinipat vom Perserkönig Babur vernichtend geschlagen.
Obwohl Ibrahim Lodhi in dieser Schlacht angeblich 100.000 Soldaten und 1000 Kriegselefanten gegen 24.000 Soldaten des Babur ins Feld führte, wurde der Kampf durch eine in Indien neue Waffe -
Schießpulver, Musketen und Artillerie - entschieden.
Der siegreiche Babur begründete die neue Dynastie der Mogulen in der alten und neuen Hauptstadt Agra. Unter ihm begann die Blütezeit der Stadt als Zentrum des Mogulreiches.
Durch den Bau neuer Paläste, Mausoleen, Verwaltungen, Parks und Kasernen wurden zahlreiche Handwerker, Gelehrte, Künstler nach Agra gezogen. Durch seine Lage am Fluß Yamuna
und an vielen Handelsstraßen von Ost nach West und Nord nach Süd war Agra gleichzeitig ein zentraler Handelsplatz.
Jedoch erst uner dem Kaiser Akbar (1556-1605) erlangte Agra seine absolute Blüte. Die Stadt wurde als Nabel des Orients angesehen.
Akbar ließ viele prachtvolle Bauten errichten und sorgte durch das "SULAH KUL" für das friedliche Zusammenleben aller Kasten und Schichten in seinem Reich.
Um die Harmonie und Gleichheit zwischen Hindus und Moslems zu fördern und seine eigene Macht zu festigen, gründete Akbar seine eigene Religion, die
Din-i-Ilahi.
Bis zum Ende der Mogulmacht im Jahr 1648 blieb Agra - trotz kurzzeitiger Verlegung der Hauptstadt nach Fatehpur Sikri und Lahore - die luxuriöse Metropole. In den folgenden Jahren und Jahrhunderten wurde Agra von wechselnden Machthabern erobert, von den Jats, den Marathen und im 19. Jahrhundert von den Briten.
Das Rote Fort:
Um 1090 wurde an dieser Stelle am Fluß Yamuna bereits eine Burg Badigarh erwähnt. Auf den Grundlagen dieser Burg ließ Kaiser Akbar ab 1565 seine neue Festung ausbauen.
Der innere Mauerbering soll bis ca. 1571 fertig gewesen sein.
Unter seinen Nachfolgern, vor allem Jahangir bis Shah Jahan wurde das Fort immer weiter ausgebaut und verstärkt.
Als um ca. 1635-38 in Agra ein Attentat auf den Kaiser Shah Jahan erfolgte, fühlte sich der Herrscher in Agra nicht mehr sicher.
Er gab 1639 den Bau eines gleichartigen Forts aus rotem Sandstein in Delhi in Auftrag, das nach ca. 9 Jahren fertiggestellt war.
Unsummen an Finanzen wurden in dieser Zeit für den Bau des neuen Forts in Delhi sowie den Bau des Taj Mahal in Agra ausgegeben, wodurch
die Staatsfinanzen ruiniert wurden.
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Eingang Delhi-Gate zum Roten Fort |
Graben-Mauer-System um das Rote Fort |
1648 wurde die Hauptstadt des langsam im Niedergang befindlichen Mogulreiches wieder zurück nach Delhi verlegt.
Damit verlor das Rote Fort in Agra seine strategische Bedeutung als kaiserliche Schutz-Festung.
1658 stürzte Aurangzeb , Sohn des Shah Jahan, seinen eigenen Vater und setzte ihn im Roten Fort unter Hausarrest gefangen, wo Shah Jahan 1666 verstarb.
Die Tragik bestand darin, daß Shah Jahan - Erbauer des Taj Mahal - die Fertigstellung dieses Bauwerks nur aus der Ferne vom Roten Fort aus verfolgen konnte.
Vom so genannten Musamman Burj am Yamuna-Fluß konnte er zu dem ca. 2,5 Kilometer entfernten Grabmahl seiner Lieblingsfrau sehen, ohne es erreichen zu können.
1803 wurde das Fort von britischen Truppen erobert und lag während des Sepoy-Aufstandes indischer Hilfstruppen gegen die britische Herrschaft Mitte des
19. Jahrhunderts nochmals im Zentrum schwerer Kämpfe. Ein Auslöser des Aufstandes der muslimischen Sepoy-Soldaten war, daß angeblich neue Gewehrpatronen,
deren papierne Patronenhülsen im Kampf mit den Zähnen aufgerissen werden mußten, mit Schweinefett eingefettet waren. Da das Schwein den Muslimen als unreines Tier gilt, soll dies der
Funke zum Aufstand gewesen sein. Das Fort wurde während der Kampfhandlungen schwer beschädigt und im 20. Jahrhundert zum Teil restauriert.
Große Teile des Fort-Areals wurden unter den Briten und werden noch heute von der indischen Armee genutzt. Nur ein Teil des Forts - die alten Palastanlagen - ist für Besucher offen.
Das Rote Fort Agra steht seit 1983 in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
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die Audienzhalle Diwan-i-Aam |
der Privatpalast Khas Mahal |
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im Privatpalast Khas Mahal |
der Palast des Kaisers Jahangir |
Das Rote Fort hat einen halbkreis-förmigen Grundriss mit mehr oder weniger gerader Mauerlinie (mit vorspringenden Bastionen) zum Fluß Yamuna. Die Festung ist mit einer ca. 2,5 Km langen, 20 Meter hohen und aus rotem Sandstein gefertigten Mauer umgeben.
Vor der Hauptmauer liegt ein Grabensystem mit einer kleineeren Konter-Mauer zur Vorverteidung der Hauptmauer. Der Mauergraben war früher vollständig mit Wasser aus dem Fluß Yamuna geflutet.
Es gibt 2 Zugangstore, das Delhi- und das Lahore-Tor. Haupteingang ist das Delhi-Tor zur Stadtseite. Das Delhi-Tor ist ein dreifaches, stark befestigtes Tor-System mit 2 Tor-Zwingern. Die Zwingermauern sind zusätzlich
mit nach vorn geschlossenen Maschikulis zur Verteidigung verstärkt. Das innere Elefantentor mit reichen Verzierungen und ehemals glasierten Steinen ist der eigentliche Eingang zur Festung. Nach Passieren dieses Tores
steht ein eventueller Angreifer vor einer langen, ansteigenden Innen-Rampe, die durch senkrechte Mauern flankiert und von oben verteidigt werden konnte.
Am Ende dieser Rampe steht man im eigentlichen Palastbereich. Halblinks steht eine weiße Marmor-Moschee Moti Masjid, auch Perlenmoschee genannt. Sie ist jedoch nicht öffentlich zugänglich.
Rechterhand liegen die Palastanlagen, die heute für Touristen zugänglich sind.
In einem großen Hof steht der öffentlich Audienzsaal Diwan-i-Aam. Im Hof steht heute eine riesige Marmorschale Baoli, die dem Shah Jahan oder der Kaiserin Nur Jahan als Badewanne diente. Diese Steinschale war
zu groß und schwer, um bei Plünderungen fortgeschleppt zu werden.
Hinter dem Diwan-i-Aam befinden sich die Privaträume der Herrscher, der Khas Mahal, und der Harem mit dem Glaspalast Sheesh Mahal.
Ein zum Fluß vorspringender, zweistöckiger Pavillion im Khas Mahal ist der Musamman Burj. Hier war Kaiser Shah Jahan von seinem Sohn Aurangzeb eingesperrt.
Rechts neben dem Privatpalast des Shah Jahan stehen die älteren Palastbauten der vorherigen Herrscher Jahangir und Akbar. Große Teile des Fort-Inneren sind für militärische Zwecke gesperrt.
| Nachfolgend weitere Bild-Impressionen aus dem Roten Fort in Agra: (zum Vergrößern bitte auf das
jeweilige Bild klicken!) |
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Das Taj Mahal:
Agra ist eigentlich keine schöne Stadt, jedoch steht hier eines der berühmtesten Bauwerke der Welt.
Das Taj Mahal (Krone des Ortes, Denkmal der Liebe, Bauwerk aus 1001 Nacht usw.) wurde vom Mogulkaiser Shah Jahan 1631-1648/1653 als Mausoleum für seine verstorbene Lieblingsfrau
Mumtaz Mahal erbaut. (Zur Erinnerung: es war dies die Zeit des 30-jährigen Krieges in Europa!)
Am Bau sollen bis zu 1000 Transportelefanten sowie 20.000 Handwerker und Bauern hart gearbeitet haben. Die Baumaterialien kamen aus ganz Indien und halb Asien. Viele Edel- und Halbedelsteine
wurden als Intarsien in den Marmor eingelegt.
Auf einer 100x100 Meter großen Plattform aus Marmorplatten erhebt sich das Monument mit einer Fläche von 58x56 Metern.
Die gesamte Anlage ist unter dem Aspekt größter Symmetrie erbaut. Der Bauplatz am Ufer oberhalb des Yamuna-Flusses wurde so gewählt,
daß das strahlend weiße Monument nur im Kontrast zum blauen Himmel und ohne irgendwelche störende Hintergrundkulissen erscheint.
Die vier Minarette (40 Meter hoch) haben keine andere Funktion, als die Symmetrie und Proportionen der Haupt-Kuppel zu unterstreichen. Da links neben dem Kuppelbau eine Moschee steht, wurde auf der gegenüber liegenden
Seite das so genannte Gästehaus (im gleichen Stil wie die Moschee) erbaut, wiederum nur um die vollkommene Symmetrie und ideale Proportionen zu wahren.
Der gesamte Bau ist mit filigranen Marmorgittern versehen, die Grabkammer mit den Sarkophagen von Shah Jahan und Mumtaz ist in Halbdunkel getaucht. Die eigentlichen Gräber befinden sich in einer
Krypta unterhalb der Grabkammer. Die Wände aus weißem Marmor sind mit bunten Einlegearbeiten im Pietra-Dura-Stil, Blumenreliefs und Koranversen in arabischer Schrift verziert.
Verschiedene Bogennischen schaffen den Eindruck von Raum und Tiefe. Jede Tageszeit schafft eine andere Lichtperspektive an und in diesen Bogen, Nischen, Gitterfenstern und Kuppeln.
Das Mausoleum Taj Mahal wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
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das Lotusbecken als Fotostandort |
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das Eingangsportal zum Garten |
Marmornischen und Bögen |
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Sonnenaufgang am Taj Mahal |
Moschee links neben dem Mausoleum |
Das Taj Mahal wird stark gesichert. Besucher müssen am Eingang durch eine elektronische Personen- und Taschenkontrolle.
Getränke, wie Cola, Limo usw. , Bonbons, Kaugummi, Zigaretten und sonstiger Tabak, Videokameras und alle größeren Taschen oder Rucksäcke sind streng verboten.
Jeder Besucher bekommt mit der Eintrittskarte eine Flasche Wasser und ein paar Schuhüberzieher zum Betreten der empfindlichen Marmorplattform des Taj Mahal. In der Grabkammer ist
fotografieren verboten. Über der Anlage besteht Flugverbot.
Zum Schutz der Bausubstanz wurden vor einigen Jahren alle Industriebetriebe in der Umgebung geschlossen. Trotzdem sind das Taj Mahal und seine blendend-weiße Kuppeln
durch die allgemeine Luftverschmutzung gefährdet. Der Marmor wird langsam gelb.
| Nachfolgend weitere Bilder vom Taj Mahal Agra: (zum Vergrößern bitte auf das
jeweilige Bild klicken!) |
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