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Indien Geschichte

Reise-Bericht Indien - Informationen zur Geschichte und den Herrscher-Dynastien in Indien

Indien und der indische Subkontinent sind uraltes zivilisatorisches Kulturland. Hier entstand schon vor ca. 5000 Jahren die so genannte Indus-Kultur mit den bis heute rätselhaften Städten Mohenjo Daro (= Ort der Toten) und Harappa. In dieser Induskultur sehen manche Forscher erste Anfänge zur Unterteilung der Gesellschaft in Clans und Kasten. Die Schriftzeichen der Induskultur sind bis heute nicht vollständig entziffert.
Etwa 1500 Jahre vor der Zeitrechnung wanderten arische Völker nach Nordindien ein und vermischten sich mit den dort schon lebenden Bewohnern. Durch diese kulturelle Vermischung wurde die klassische, alt-indische Kultur sowie der Aufstieg des Hinduismus in Indien geprägt und gefördert.
Ab ca. 6. Jh v.Chr. entwickelte sich in Indien der Buddhismus, der mehr als 1000 Jahre parallel zum Hinduismus wirkte und die Gesellschaft beeinflußte.
Indien war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Ziel von Eroberungsversuchen, vor allem aus den westlich und nordwestlich angrenzenden Staaten Persien und Afghanistan. Nicht nur die Arier kamen aus dieser Richtung, sondern bereits auch Alexander, der Große, mit seinen griechischen Truppen, die Skythen, Hunnen und später die arabisch-islamischen Invasoren drangen aus dieser Richtung nach Indien vor.

Maurya-Reich:
Ein erstes alt-indisches Großreich entstand kurz nach Alexanders Eroberungsversuch zwischen 320-180 v.u.Z. mit dem Maurya-Reich. Der erste Herrscher und Dynastie-Begründer war Chandragupta Maurya. Unter seiner Herrschaft wurde das Reich immer weiter ausgedehnt, Hauptstadt war das heutige Patna. Einer der bekanntesten Maurya-Herrscher wurde Ashoka, unter dessen Herrschaft das größte indische Reichsgebiet bis nach Pakistan und Afghanistan entstand. Viele steinerne Inschriften und Säulen (wie z.B. die Steinsäule in Feroze Shah Kotla in Delhi) zeugen von seiner Macht. 180 v.u.Z. wurde der letzte Maurya-Herrscher von einem seiner Generale gestürzt.
die Maurya-Herrscher:

* Chandragupta Maurya (ca. 320-297 v.u.Z.)
* Bindusara (ca. 297-268 v.u.Z.)
* Ashoka (ca. 268-232 v.u.Z.)
* Kunala und Dasaratha (ca. 232-224 v.u.Z.)
* Samprati (224-215 v.u.Z.)
* Saliska (215-202 v.u.Z.)
* Devadharama (202-195 v.u.Z.)
* Satamdhanu (195-187 v.u.Z.)
* Brihadratha (187-180 v.u.Z.)

ashoka maurya
ashoka säule delhi
Feroze Shah Kotla mit Ashoka-Säule
Eisensäule des Ashoka in Delhi-Mehrauli

Die Shunga-Dynastie:
Um 180 v.u.Z. ermordete General Pushyamitra den letzten Maurya-Herrscher und beendete deren Herrschaft. Er war erster Herrscher der Shunga-Dynastie, die für ca. 110 Jahre im Gebiet von Nordindien die Herrschaft übernahm. Zum Shunga-Reich sind nur wenige Deteils bekannt. Zur Shunga-Dynastie gehörten die folgenden Herrscher:

* Pushyamitra Shunga (185-149 v.u.Z.)
* Agnimitra (149-140 v.u.Z.)
* Vasujjestha (ca. 140 v.u.Z.)
* Vasumetra (ca. 140-135 v.u.Z.)
* Andraka
* Poolindaka
* Ghoshavasu
* Vayrametra (um 115 v.u.Z.)
* Bhagavata (115-83 v.u.Z.)
* Devabhuti (83-73 v.u.Z.)

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die Kuschana:
Zu Beginn des 1. Jh. u.Z. regierte das Reich der Kuschana über weite Teile Asiens von Zentralasien bis zum Kaspischen Meer und Nordindien. Die Kuschana gehen auf Indo-Skythen aus dem Gebiet des heutigen Xinjiang in China hervor. Das Kuschana-Reich bestand bis ca. 250 u.Z. und unterhielt Handelskontakte bis ins Römische Reich und zum Sassaniden-Reich in Persien. Um ca. 100-120 erreichten die Kuschana ihre weiteste Ausdehnung.
Einige Kuschana-Herrscher waren:

* Kujula Kadphises (ca. 30-80 u.Z.)
* Vima Takto (ca. 80-90)
* Vima Kadphises (ca. 90-100)
* Kanischka I. (ca. 100-125)
* Vaschischka (ca. 125-140)
* Huvischka (140-183)
* Vasudeva I. (184-220)
* Kanischka II. (ca. 220-240)
* Kanischka III.

Im frühen Mittelalter bis zum ca. 11. Jh. herrschten in Indien verschiedene, regionale Klein-Reiche, so z.B. die Gupta, Mahrsha, Pratihara oder Chola. Ab dem 10. Jh. gab es immer wieder Angriffe und Eroberungsversuche aus den muslimischen Ländern im Westen.

die Chauhan-Dynastie in Rajasthan:
Die Familie der Chauhan war eine der großen Rajputen-Dynastien, die ihren Hauptsitz in der Gegend um Ajmer und ihre Machtblüte im 11.-12. Jahrhundert hatte. Im 12. Jh. dehnten die Chauhan ihre Macht bis nach Delhi aus. Unter ihrer Herrschaft wurde um 1180 die 1. Delhi-Stadt Qila Rai Pitbora erbaut. Der bekannteste Vertreter der Chauhans war der König Pritviraj III., Ihm gelang einerseits 1191 ein Sieg über den muslimischen Ghuridenherrscher Mu'izz ud-Din Muhammad, jedoch wurde er genau von diesem Muhammad von Ghur ein Jahr später 1192 in einer neuen Schlacht vernichtend geschlagen und gefangen genommen. Durch diese Niederlage begann die endgültige Eroberung Nordindiens durch muslimische Truppen bis hin zur Etablierung des muslimischen Sultanats von Delhi. In der weiteren Geschichte zersplitterte sich der Chauhan-Clan in viele Familienzweige in verschiedenen indischen Provinzen.
Durch den Sieg des Muhammad von Ghur entstand ein kurzzeitiges Ghuriden-Reich in Nordindien, das jedoch nur bis 1206 bestand. 1206 wurde Muhammad durch einen seiner Generale ermordet, wodurch das Sultanat von Delhi in die Geschichte Indiens eintrat.

chauhan pritviraj
iltutmisch grab
Pritviraj Chauhan III. in Ajmer
Grab des Iltutmisch in Delhi-Mehrauli
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das Sultanat von Delhi
In der Zeit zwischen 1206-1526 wurde Delhi von verschiedenen muslimischen, turkisch-afghanischen Dynastien beherrscht. Der Ghuride Muhammad von Ghur (Ghori) wurde 1206 von seinem eigenen Sklaven-General Qutb ud-Din Aibak ermordet. Dieser begründete die Mamelukken (Sklaven)-Dynastie von Delhi zwischen 1206-1290. Die Mamelukken-Dynastie unterhielt Beziehunen bis zum Abbasiden-Kalifat in Baghdad und wehrte sich erfolgreich gegen Angriffe des Dschingis Khan.
Mamelukken-Herrscher von Delhi:

* Qutb ud-Din Aibak (1206-1210)
* Aram Shah (1210-1211)
* Shams ud-Din Iltutmisch (1211-1236)
* Rukn ud-Din Firuz (1236)
* Razijayad (weibl) ud-Din Sultana (1236-1240)
* Muiz du-Din Bahram (1240-1242)
* Ala ud-Din Masud (1242-1246)
* Nasir ud-Din Mahmud (1246-1266)
* Ghiyas ud-Din Balban (1266-1286)
* Muiz ud-Din Qaiqabad (1286-1290)
Die Mamelukken-Dynastie wurde von der kurzzeitigen Khilji-Dynastie abgelöst, die zwischen 1290-1320 das Sultanat von Delhi beherrschte. Auch die Khilji waren ständig mit der Abwehr von Mongolen-Angriffen aus dem Norden beschäftigt. Der Herrscher Ala ud-Din Khilji ließ die 2. Delhi-Stadt Siri erbauen.
Khilji-Herrscher von Delhi:
* Jalal ud-Din Firuz II. Khilji (1290-1296)
* Ibrahim I. (1296)
* Muhamad Ala ud-Din Khilji (1296-1316)
* Jihad ud-Din Omar (1316)
* Qutb ud-Din Mubarak Shah (1316)
* Nasr ud-Din Chusrau (1320)
Ab 1321-1413 wurde Nordindien von der türkisch-stämmigen Tughluq-Dynasie beherrscht. Besonders die beiden Herrscher Muhamad bin Tughluq und Feroz Shah Tughluq waren sehr erfolgreiche Dynasten. Unter ihrer Herrschaft wurden die 3. Delhi-Stadt Tughlaqabad sowie die 4. Delhi-Stadt Jahanpanah erbaut. Unter Firuz Shah Tughluq wurde die Zitadelle Feroz Shah Kotla in Delhi sowie das Qutb-Minar in Delhi-Mehrauli errichtet.
Tughluq-Herrscher von Delhi:
* Ghiyas ud-Din Tughluq Shah I. (1320-1325)
* Muhamad Shah II (1325-1351)
* Mahmud ibn Muhamad (1351)
* Firuz Shah Tughluq (1351-1388)
* Ghiyas ud-Din Tughluq II. (1388-1389)
* Abu Bakr (1389-1390)
* Nasir ud-Din Muhamad Shah III. (1390-1394)
* Sikandar Shah I. (1394)
* Mahmud II. Nasir ud-Din (1394-1413)

qutb minar delhi
sikandar lodi grab
Qutb Minar Turm in Delhi Mehrauli
Grab des Sikandar Lodi in Delhi
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Nachdem der Mongolen-Khan Timur Lenk im Jahr 1398 Nordindien und Dehli erobert sowie Delhi geplündert und somit die Herrschaft der Tughluq empfindlich geschwächt hatte, brach eine zeitlang Chaos und Instabilität aus. 1414 gelang es einem arabischen "Sayyid", Nachkomme des Propheten Mohammed, die Macht in Delhi an sich zu reißen und für eine gewisse Stabilität zu sorgen. Die kurze Dynastie der Sayyid existierte von 1414-1451. Sie waren nominell Vasallen der Mongolen in Indien, bis sie 1451 von der Afghanen-Familie Lodi vertrieben wurden.
Sayyid-Herrscher von Delhi:

* Khidr Khan (1414-1421)
* Mubarak Shah II. (1421-1434)
* Muhamad Shah IV. (1434-1445)
* Ala ud-Din Shah (1445-1451)
Die Lodi-Dynastie war die letzte Herrscher-Familie des Sultanats von Delhi in der Zeit von 1451-1526. Es gab gesamt nur 3 Lodi-Herrscher. Der 2. Lodi-Herrscher gründete den Ort Sikandar, wo später das Grab des Mogulkaisers Akbar entstand. Der 3. Lodi-Sultan unterlag im Jahr 1526 dem Afghanen-Invasor Babur, wodurch das Sultanat von Delhi erlosch und die Epoche der Mogul-Herrscher begann.
Herrscher der Lodi-Dynastie in Delhi:
* Bahlul Lodi (1451-1489)
* Sikandar Lodi (1489-1517)
* Ibrahim Lodi (1517-1526)

humayun grab delhi
akbar grab sikandar
Humayun-Grab in Delhi
Akbar-Grab in Sikandar

die Mogul-Herrschaft:
Babur war ein Kleinfürst aus Usbekistan. Einer seiner Vorfahren war der Mongolen-Herrscher Timur Lenk (Tamerlan). Babur stritt in seiner Heimat mit seinen Verwandten um die Herrschaft in Usbekistan, konnte sich aber dort nicht durchsetzen. Er zog deshalb mit seinen Truppen nach Afghanistan. Von Kabul aus griff er immer wieder das südlich gelegene Sultanat von Delhi an, bis er endlich 1526 in der 1. Schlacht von Prinipat über den Delhi-Sultan Ibrahim Lodi siegreich war und dadurch Delhi, Agra und nach und nach Nordindien eroberte. Baburs Sieg war vor allem dem Einsatz von überlegenen Kanonen und Feuerwaffen zu verdanken.
Babur wurde damit Begrüder des legendären Mogul- (= Mongolen) Reiches in Indien, das von (1526-1858) existierte und seine größte Blüte im 17. Jahrhunderte hatte. Sowohl Babur als auch seine Nachfolger mußten immer wieder den Widerstand verschiedener Kriegerfürsten im heutigen Rajasthan brechen, um ihre Herrschaft durchsetzen zu können.
• Unter Baburs Sohn Humayun kam es zu Rückschlägen und fast Zusammenbruch des neuen Mogulreiches auf Grund von Machtkämpfen innerhalb der familiären Erbfolge. Humayun war zwar kein starker Herrscher, aber die Machtverhältnisse waren zu seinen Gunsten.
• Humayuns Sohn Akbar war der bedeutendste und toleranteste Mogulkaiser, der das noch junge Mogulreich festigte und konsolidierte. Er war um Ausgleich zwischen Hindus und Moslems bemüht. Er war ein hervorragender Diplomat, Staatsmann und Armeeführer. Er heiratete eine hinduistische Rajputen-Prinzessin aus Amber, wodurch dieses Fürstentum eine besondere Vorzugsstellung am Mogulhof erwirkte. Die Krieger-Rajputen aus Amber/Jaipur sollten in der Zukunft viele hervorragende Militär-Befehlshaber, Staatsbeamte und Politiker am Mogulhof hervorbringen.
• Unter Akbars Sohn Jahangir hatte das Reich eine Phase relativen Wohlstands und Friedens. Jahangir bezwang den letzten großen, unabhängigen Rajputenstaat von Merwar (Udaipur). Er förderte die Wissenschaften und Künste in seinem Reich.
• Jahangirs Sohn Shah Jahan brachte dem Mogulreich die höchste kulturelle Blüte. Er rief Wissenschaftler, Künstler, Architekten, Musiker und Handwerker ins Land. Unter anderem war er der Erbauer des überwältigenden Taj Mahal Mausoleums für seine verstorbene Lieblingsfrau Mumtaz. Der Bau vieler neuer Paläste und Burgen (z.B. Rotes Fort in Delhi) wurde zu einer überaus starken Belastung für die Staatsfinanzen, was zu einer Inflation und Landflucht der Bauern führte. Infolge verschiedener Erbfolgekriege setzte sich sein Sohn Aurangzeb gegen seine Brüder durch. Er ließ seinen Vater Shah Jahan im Jahr 1658 gefangen nehmen und im Roten Fort Agra unter Hausarrest stellen. Von dort unerreichbar konnte Shah Jahan nur aus der Ferne auf das Grab seiner Frau Mumtaz schauen, bis er 1666 im Roten Fort Agra verstarb.
Aurangzeb erreichte die größte Ausdehnung des Mogulreiches. Andauernde Expansionskriege sowie religiöse Intoleranz und Zerstörung von Hindu-Tempeln ruinierten den Staat. Es kam zu permanenten Spannungen zwischen Hindus und Moslems, die teilweise bis heute zu regionalen Zwistigkeiten führen. Zahlreiche Aufstände im Land folgten und untergruben die Macht des Kaisers. Die Staatsverwaltung zerviel mehr und mehr. Im südlichen Zentral-Indien stellten die Marathen eine stetig wachsende Bedrohung des Mogulreiches dar.
• Der nächste Mogulherrscher Bahadur Shah versuchte, den Staat zu reformieren, was ihm aber in seiner kurzen Herrschaftszeit nicht gelang.
• Die nachfolgenden Mogulkaiser waren schwache oder unfähige Herrscher. Ihr Einfluß und Macht schwanden immer mehr. Zwischen 1710-1720 erlangte die britische East-India Company immer stärkere Positionen und Befugnisse im Indien.
Muhamad Shah konnte das Reich nochmals ein wenig festigen, wurde jedoch von den Persern besiegt und verlor große Landesgebiete sowie Staatsfinanzen. Ab 1803 erhielten die Briten schließlich die Oberhoheit im Mogulreich.
Die bedeutendsten Mogulkaiser in Indien:

* Babur (1483-1531/reg. 1526-1530)
* Humayun (1508-1556/reg. 1530-1556)
* Akbar (1542-1605 /reg. 1556-1605)
* Jahangir (1569-1627/ reg. 1569-1627)
* Shah Jahan (1592-1666/ reg. 1627-1658)
* Aurangzeb (1618-1707/reg. 1658-1707)
* Bahadur Shah (1643-1712/reg. 1707-1712)
* Farrukhsiyar (1658-1719/ reg. 1713-1719)
Eine Zeittafel der Mogul-Herrscher in Indien folgt hier als PDF-Datei!
rotes fort delhi
Jahangir Palast Agra
Rotes Fort Delhi des Shah Jahan
Jahangir-Palast im Roten Fort Agra

die Marathen
Mit dem langsamen Zerfall des Mogulreiches unter Kaiser Aurangzeb kam ein ehemals loses Bündnis von Kleinkönigen aus Südindien zu immer stärkerer Macht und Größe. Das mittelindische Reich der Marathen existierte zwischen 1674-1818. Es war kein fester Staat, sondern eine Konföderation von Regional-Herrschern, die durch die Autorität eines Premierministers, des Peshwa zusammengehalten wurden. Unter Aurangzeb wurden die Marathen noch besiegt, jedoch wurden die Mogulen immer schwächer und die Marathen immer stärker. Die Marathen konnten um 1760 sogar Delhi erobern und in ihr Reich einreihen. Infolge von Erbstreitigkeiten kam es um 1710 zu einer Aufspaltung der Marathen in Chhatrapatis und Peshwas.
Die Marathen mußten sich gegen den ständig steigenden Machtzuwachs und Einfluß der Briten wehren. In den so genannten Marathenkriegen 1817/18 wurden die Marathen schließlich und endgülig von der britischen Ostindien-Compay besiegt und ihr Reich aufgelöst.
Einige Marathen-Herrscher waren:

• "Chhatrapatis "
* Shivaji (1674-1680)
* Sambhaji (1680-1689)
* Rajaram (1689-1700)
* Shahu (1707-1749)
• "Peshwas"
* Balaji Vishwanath I. (1713-20)
* Baji Rao I. (1720-40)
* Balaji Baji Rao (1740-61)
* Baji Rao II. (1796-1818)
neu delhi
new delhi
Regierungssitz Neu-Delhi
britisch Delhi

britische Herrschaft in Indien:
Als erste Europäer fanden die Portugiesen unter Visco da Gama den See-Weg nach Indien und landeten bei Calicut. 1510 gründeten die Portugiesen ihre Kolonie Goa.
1600 wurde die British East India Company (BEIC) gegründet, die viele Jahre in Konkurrenz zur Niederländischen Ost-Indien-Kompanie stand.
1617 erlangten die Briten erste Handelsrechte im Mogulreich durch Jahangir. Unter der Herrschaft des Aurangzeb erhielten die Briten immer weitere Privilegien und Machtbefugnisse.
In der Zeit um 1750 gelang den Briten die Eroberung von Bengalen, von wo aus sie immer weiter expandierten.
1813 folgte die britische Eroberung von Delhi. Während der Marathenkriege 1817/18 behielt die BEIC die Oberhand und errang dadurch die Oberhoheit über Teile von Süd- und Zentralindien, weitere Eroberungen folgten bis 1856. Nachdem im Jahr 1857 die indischen Hilfstruppen der BEIC, die Sepoy, revoltierten - aber den Aufstand verloren - übernahm Großbritannien die direkte Herrschaft über Indien. Indien wurde britische Kronkolonie mit einem britischen Vizekönig für Indien.
1873 wurde die Britische Ost-Indien-Kompanie aufgelöst und 1877 erklärte sich die britische Königin Victoria I. zur Kaiserin von Indien.
1885 wurde der Indische Nationalkongreß gegründet, der sich für die indische Unabhängigkeit einsetzte.
Zur Demonstration ihres Machtanspruchs über Indien erbaute die britische Kolonialregierung von 1911-1931 den neuen Regierungsbezirk New-Delhi. Im 1. Weltkrieg kämpften ca. 1,3 Mio indische Soldaten auf Seiten der britischen Armee in Asien, Afrika und teilweise Europa.
Unter Führung von Mahatma Gandhi (1869-1948) wurde nach dem 1. Weltkrieg der passive Widerstand gegen die britische Herrschaft organisiert. Die im All-India Congress organsierten Bemühungen von Gandhi und Nehru führten 1945 zum Erfolg und zur Unabhängigkeit Indiens, jedoch auch zur Abspaltung des muslimischen Staatsgebietes Ost- und West-Pakistan vom indischen Hauptgebiet.
1947 wurde die unabhängige Indische Union offiziell ausgerufen. Jawaharl Nehru wurde erster indischer Ministerpräsident. Ende 1949 wurde dann die Republik Indien gegründet.
1971 kam es zum 3. indisch-pakistanischen Krieg um die Unabhängigkeit von Ost-Pakistan / Bangladesh.

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