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Indien Rajasthan

Reise-Bericht Indien - Informationen zur Geschichte und den Herrscher-Familien in Rajasthan

Rajasthan ist die Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt. Über die Region gibt es viele Geschichten, die von Heldenmut, Tapferkeit, Unerschrockenheit und hohem Ehrgefühl seiner Einwohner - aber auch von der verschwenderischen und luxuriösen Lebensweise und Pracht der regionalen Herrscherfamilien erzählen.
Gegen Ende des 6.Jahrhundert etablierte sich im heutigen Rajasthan ein unerschrockenes Kriegergeschlecht, das später als Rajputen bezeichnet wurde.

Ursprünge der Rajputen:
Die Lebenswelt und Geschichte der Rajputen und ihrer Herrscher zu verstehen, ist für Europäer recht schwierig. Die Rajputen (= Königssöhne) sind wohl aus der Verschmelzung von Ariern, Skythen, Parthern, Hunnen und einheimischen Volksgruppen entstanden. Sie führen ihre Abstammung auf Sonne, Mond und heiliges Feuer zurück, jedoch auch auf epische Helden und Götter, wie Rama und Krishna. Die Herrschaft der Rajputen begann im 7. und 8. Jahrhundert nach dem Zerfall der Gupta- und Vardhan-Reiche.
In alten Schriften werden die Suravanshis = Sonnen-Geschlecht (als Nachkommen des Gottes Rama) und die Chandravanshis = Mond-Geschlecht (als Nachkommen des Gottes Krishna) genannt.
Einer alten Legende zufolge soll die Herkunft der Rajputen auf die Agni- (= heiliges Feuer) Zeremonie zurückgehen, die von Brahmanen-Priestern auf dem Berg Abu im Aravalli-Gebirge durchgeführt wurde. Den Flammen des heiligen Feueropfers Yagna enstiegen 36 Rajput-Geschlechter, aus denen die späteren Herrscher-Dynastien wurden.
Die mächtigsten Rajputen-Dynastien waren und sind die Sisodias von Mewar (Marwar), die Kachwahas von Amber, die Rathors von Bikaner, die Haras von Kota und Bundi, die Bhattis von Jaisalmer und die Chauhans von Ajmer. Insgesamt gab es im Gebiet Rajputana 21 Reiche, die jeweils von einem Raja oder Rana regiert wurden. Jede diese Herrscherfamilien regierte ca. 1000 Jahre über ihr Landgebiet und baute zum Schutz gegen feindliche Nachbarn oder Nomaden eigene Burgen, Festungen, Festungspaläste oder sonstige Wehranlagen.
Um ihre Souveränität, Tradition und Kultur zu schützen, wehrten sich die Rajputen-Herrscher gegen Türken und Perser, die Sultane von Delhi sowie die mächtigen Mogulen. Diese unerschrockenen Kriegersippen kämpften für ein freies und würdevolles Leben und gingen lieber in den Tod, als ihre Ehre zu verlieren.

festung jodhpur
festung jaisalmeer
Festung Jodhpur (Mewar)
Festung Jaisalmeer in der Thar-Wüste

Burgen und Paläste:
Ein nie endender Kriegszustand verlangte den Bau von starken Verteidigungsanlagen, vornehmlich hoch oben auf Berggipfeln. Diese befestigten Berg-Paläste, die oft bis zu sieben separate, uneinnehmbare Tore und Vorburgen hatten, waren ideale Zufluchtorte, die eine Symbiose aus mächtigen und ehrfurchtgebietenden Militäranlagen sowie reichen, bezaubernden Wohnpalästen darstellten. Die Paläste waren Machtsymbole ihrer Herrscher und wurden mit viel Liebe zum Detail entworfen. Es gab separate Bereiche für weibliche und männliche Bewohner, private und öffentliche Audienzhallen, Waffenkammern, Schatzkammern, Pavillons und Gärten mit raffinierten Springbrunnen. Im Schutz der mächtigen Mauern führten die Herrscherfamilien ein luxuriöser Leben mit Schmuck und kostbaren Kleidern, in Räumen mit kunstvollen Bildern, Wandgemälden und Fresken, vergoldetem Mobiliar, Edelsteinen, Juwelen, kostbaren Teppichen sowie teuren Glaswaren und Spiegeln aus Venedig oder Belgien.
Egal, in welchem Baustil und wo erbaut, so hat jede Festung, Burg oder Palast in Rajasthan eine eigene Geschichte mit blutigen Schlachten, Belagerungen und Eroberungen, Metzeleien, Festen und Verschwörungen. All diese Ereignisse zeigen die kriegerische Vergangenheit der Region Rajputana/Rajasthan. Oft zogen die Verteidiger einer Burg den Freitod gegenüber einer Gefangennahme vor.

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amber fort
tigerfort jaipur nahargarh
Kachwaha-Palast von Amber
Tigerfort oberhalb von Jaipur

die Untertanen:
Nicht erwähnt werden die Bauern, die in tiefster Armut lebten, in Dürreperioden an Hunger starben und oft die Kriegskosten der Herrscher tragen mußten. Sie hatten nahezu keinerlei Rechte und wurden stets zum Bau der Burgen und Paläste herangezogen, während sie selbst in Lehmhütten vegetierten. Durch das indische Kastensystem wurde diese Gesellschaftsstruktur über Jahrhunderte zementiert, so wie auch im mittelalterlichen Europa die katholische Kirche die "Göttlichkeit" des Adels und des Klerus propagierte.
Für den Bau der Paläste wurden jedoch auch hochspezialisierte Handwerker, Architekten, Baumeister und Künstler an die Fürstensitze gerufen - die Bauern für das Grobe und die Künstler für das Feine.

jodha bai fatehpur sikri
keoladeo nationalpark
Palast der Jodha Bai in Fatehpur Sikri
ehemaliges Vogel-Jagdgebiet Keoladeo
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Beziehungen der Rajputen zu den Herrschern in Delhi:
Immer wieder mußten sich die Rajputen-Reiche gegen die Eroberungsversuche aus Norden und Nordwesten wehren. Manchmal waren sie erfolgreich, oft auch nicht. Nachdem König Prithvi Raj Chauhan, der Herrscher von Ajmer und Delhi, in der 2. Schlacht von Prinipat sein Reich an den muslimischen Eroberer Mohamed Ghori verloren hatte, führten Muslime und Rajputen einen Dauerkrieg gegeneinander. Erst der bedeutendste Mogulkaiser Akbar erlangte - neben militärischen Aktionen - mit viel Geschick und Diplomatie das Vertrauen und die Treue vieler Rajputen-Herrscher. Er festigte die freundschaftlichen Beziehungen durch Ehe-Bündnisse zwischen Rajputen-Prinzessinnen und der Familie der Mogulen.
Akbar heiratete selbst eine Hindu-Frau Jodha Bai aus Amber. Bis zur Herrschaft des Aurangzeb herrschte im Gebiet der Rajputen-Reiche relative Ruhe, Frieden und Wohlstand. Besonders die Kachwaha-Familie von Amber hatte sich frühzeitig mit den Mogulen arrangiert und profitierte von der besonderen Gunst der Mogulherrscher durch vielfältige verwandtschaftliche und diplomatische Beziehungen.
Mit der Herrschaft des Mogulkaisers Aurangzeb, der die Hindus hasste, begannen erneute Spannungen zwischen den Rajputen und den Mogulen. Etwa zeitgleich mit dem Untergang des Mogulreiches nach Aurangzeb begannen die Eroberungsversuche der Marathen aus Zentralindien gegen die Rajputen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts weiteten die Briten ihren Einfluß in Indien aus und die Rajputen stellten sich unter ihren Schutz, indem sie entsprechende Schutzabkommen unterzeichneten. Durch die Briten wurden die Rajputen-Herrscher zwar politisch entmachtet, behielten jedoch ihren Reichtum und ihre regionalen Herrschaftsstrukturen unangetastet. Durch die politische Entmachtung und den Schutz durch die Engländer begannen die Rajputenclans, ihren kriegerischen Charakter abzulegen und ein verschwenderisches Leben zu führen. Man vertrieb sich die Zeit mit Jagden und britischem Sport (Polo, Kricket). Unter dem Schutz der Mogulen und später der Briten trauten sich die Rajputen aus ihren Bergfestungen und bauten neue, repräsentative Paläste im Flachland. Unter diesem Schutz der Mogulen verließ der Kachwaha-Herrscher Sawai Jai Singh II. seine Burgresidenz Amber und wagte den Bau seiner neuen Hauptstadt Jaipur.

Glauben und Religion in Rajasthan:
Die Bewohner von Rajasthan kennen und schätzen zwar die heutigen technischen Annehmlichkeiten, sind aber andererseits weiterhin sehr fromm und halten an alten Traditionen und Bräuchen fest. Ihre bewegte Vergangenheit wirkt bis in die Neuzeit. Der Glaube bildet einen festen Bestandteil ihres Lebens. In jeder Ecke, in jedem Haus, jedem Dorf oder Stadt findet man große oder kleine Tempel und Schreine. Jede Familie hat eine Familien-Gottheit bzw. Schutzgott - Rama, Krishna, Shiva, Devi usw.
In der Zeit zwsichen 08.-15. Jahrhundert wurden viele hinduistische Tempel mit meisterhaften Steinmetzarbeiten errichtet und verziert. Meist wurden die Tempel auf einem hohen Sockel erbaut, und über Treppen gelangte man in eine Vorhalle. Von der Vorhalle gelangte man in das Innere des Tempels, in das Heiligtum der Gottheit. Die Tempel hatten meist nur einen einzigen Haupttturm, um den herum manchmal kleinere Neben-Schreine errichtet wurden.

die Herrscherfamilie der Kachwaha:
Im Jahr 986 entschloß sich der Herrscher Raja Ishwar Das von Gwalior in Zentralindien, sein Leben in Zukunft ganz dem Glauben zu widmen und seine Herrschaft niederzulegen. Er reiste nach Norden in das Himalaya-Gebiet, um das "Nirwana"-Paradies zu finden. Seine jungen Söhne wurden von ihrem Onkel, der die Herrschaft in Gwalior übernommen hatte, vertrieben. Sie fanden Asyl im nahegelegenen Rajputana. Ishwar Dash's Sohn Soda Rai überfiel und ermordete die Herrscher von Dausa, obwohl sie dort während ihrer Flucht aus Gwalior Zuflucht und Schutz gefunden hatten. Dort residierten sie nun als neue Herrscher. Im Jahr 1006 heiratete der Sohn des Soda Rai Dhola Rai die Tochter des Chauhan-Herrschers Raja Ralhan Singh von Ajmer. Zur Braut-Mitgift gehörte die Herrschaft über das Gebiet von Dhundhar = Amber. Dhola Rai vertrieb den bisherigen Herrscher von Dhundhar/Amber und setzte seine eigenen Untertanen ein. Die Kachwaha-Herrscher standen durch ihre familiären Bande an der Seite der Chauhan-Dynastie und ihr Vertreter Pawan Singh kämpften an der Seite der Chauhans gegen die Muslime unter Mohamed Ghori.
Pawan Singh's Sohn Mal Singh hatte 6 Frauen und 32 Söhne. Entsprechend der Rajputen-Erbfolge wurde der älteste Sohn Baloji Nachfolger seines Vaters. Der jüngere Bruder gründete Barwara, die älteste selbstgegründete Thikana (= Lehen, Herrschaft) im Gebiet des späteren Jaipur-Gebietes. Ein anderer Bruder Udai Karan wurde Oberhaupt des Naruka-Familienzweiges von Alwar, Uniara und Lawa. Baloji's ältester Sohn Mokul blieb 20 Jahre ohne männlichen Nachfolger, bis ihm nach Besuch eines Sufi-Heiligen Sheikh Burhan ein Sohn geboren wurde. Dieser Sohn Shekhaji eroberte die später nach ihm benannte Region Shekhawati. Shekhaji's Enkel Raj Dev verlegte im 12. Jahrhundert den bisherigen Herrschersitz von Dausa nach Amber. Bis zum frühen 16. Jh. gab es ständige Erbfolge-Streitigkeiten, Brudermorde und gewaltsame Thron-Übernahmen.

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kachwaha herrscher amber

Der Amber-Herrscher Prithviraj (1503-1527) kämpfte 1527 an der Seite des damals mächtigen Herrschers von Mewar Rana Kumbha gegen den Mogul Babur. Babur blieb jedoch der Sieger in der Schlacht von Khanwa. Prithviraj's vierter Sohn Bhar Mal (1548-1573) folgte nach einer Reihe von Thron-Streitigkeiten seinem Vater auf den Thron von Amber. Pritviraj hatte zu Lebzeiten schon versucht, sein Reich gleichmäßig auf all seine 12 Söhne aufzuteilen, indem er die bara kotri = 12 Adelshäuser oder Familienzweige der Kachwaha gründete. Die Mogulen wurden zu einem gefährlichen Nachbarn der Herrscher von Amber. Auf der anderen Seite des Amber-Herrschaftsgebietes bildete der Herrscher von Merwar eine potentielle Gefahr. Als der Suriden-Herrscher Sher Shah den schwachen Mogulkaiser Humayun ins Exil nach Persien vertrieb und Delhi eroberte, nutzte der Herrscher von Merwar die Gelegenheit, einen Teil des Herrschaftsgebietes von Amber zu erobern. Diese Ereignisse veranlassten Bhar Mal, sich an die Seite von Humayun zu stellen, als dieser aus dem Exil zurückkehrte, um sein Reich wieder zu erobern. Bhar Mal war sehr weitsichtig und diplomatisch klug, als er den Humayun-Sohn Akbar bei der Festigung des wiedergewonnenen Reiches unterstützte und ihm während einer Pilgerreise Akbars nach Ajmer auf halbem Wege zur Begrüßung entgegenreiste.

kachwaha koenige jaipur

Im Vergleich zu den Rajputen-Herrschern von Mewar, Marwar, Bikaner, Bundi und Jaisalmeer waren die Kachwaha-Herrscher von Amber nur ein kleines, aber reiches Fürstentum. Dieser Reichtum stellte eine ständige Gefahr von Überfällen oder Eroberungsversuchen dar. Deshalb beschloß Bhar Mal, sich in den Schutz der Mogulkaiser zu stellen. Mogulherrscher Akbar wiederum war ebenso weitsichtig und tolerant, um zu verstehen, daß er Indien nicht nur mit Hilfe seiner muslimischen Truppen und Beamten regieren konnte, sondern einheimische Helfer brauchte. Die große Stunde der Kachwahas brach an, als Akbar die Tochter von Bhar Mal Jodha Bai heiratete und so familiäre Bande zwischen Mogulen und Rajputen herstellte. Jodha Bai wurde sozusagen zur "Brücke" zwischen Muslims und Hindu. Die anderen Rajputen-Herrscher waren anfangs wahrscheinlich geschockt von einer solchen Hochzeit, erkannten aber bald die Vorteile solcher Ehen und gaben ihre Töchter den Herrschern und Beamten der Mogulen. Viele Mitglieder des Kachwaha-Hauses wurden zu hohen Beamten, Generalen und Würdenträgern im Mogulreich.

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kachwaha jaipur

Man Singh I. (1590-1614) war ein treuer und fähiger General unter Mogulkaiser Akbar und eroberte für diesen die abtrünnige Region Afghanistan zurück. Man Singh war vier Jahre lang Gouverneur von Kabul und Punjab. Dort eroberte er von den Afghanen große Reichtümer an Gold und Juwelen, jedoch ergründete er auch das große Geheimnis der militärischen Erfolge der Muslime. Man Singh erlangte die Kenntnisse des Kanonenbaus und errichtete nach seiner Rückkehr aus Kabul in seiner Festung Rajgarh oberhalb von Amber die erste Kanonengießerei der Rajputen, worüber der Mogulkaiser aber nicht erfreut gewesen sein dürfte. Aus der Ehe Akbars mit der Kachwaha-Prinzessin Jodha Bai ging Jahangir, Mogulkaiser mit Kachwaha-Blut hervor. Jahangir and Man Singh waren somit Cousins, die sich aber nie besonders nah standen. Macht, Ansehen und Reichtum der Herrscher von Amber wuchsen immer weiter. Ihre Politik der Diplomatie und Kooperation mit den Mogulen standen stark im Gegensatz zu den Herrschafts-Praktiken der anderen Rajputen-Herrscher. Mit Sawai Jai Singh II. (1700-1743) gelangte einer der fähigsten und einflussreichsten Kachwaha-Herrscher auf den Thron von Amber. Seine Macht erlaubte es ihm, im Jahr 1727 seine neue Hauptstadt Jaipur zu gründen.
Nachdem unter der Herrschaft des Mogulen Aurangzeb die Mogulherrschaft und deren Schutz immer schwächer wurden, sich die Bedrohung durch die Marathen aus Zentral-Indien immer mehr verstärkte, suchten die Kachwaha-Herrscher neue Verbündete in ihren Nachwarn von Mewar. Jedoch war die große Blütezeit der Familie von Amber/Jaipur im Schwinden. Anfang des 19.Jahrhunderts sahen sich die Herrscher von Jaipur gezwungen, entsprechende Schutzabkommen mit den Briten gegen die Marathen zu unterzeichnen. Die Kachwaha unterstanden von nun an der britischen Herrschaft, behielten aber ihre Besitzungen und Reichtümer in ihrem Herrschaftsgebiet.

koenige von jaipur

Es ist sehr schwierig, all die familiären Verzweigungen von Vorfahren und Nachkommen mit männlichen und weiblichen Verwandtschaftslinien vollständig darzulegen oder wiederzugeben. Der ausgedehnte und verzweigte Stammbaum der Kachwaha-Familie unterteilt sich in ca. 70 Nebenlinien und Unterfamilien, wie z.B. die Rajawat, Shekhawat, Sheobramhpota, Nathawat, Naruka, Khangarot oder Kumbhani. Die Herrscher von Jaipur werden hierbei als führende Familie innerhalb der Kachwaha angesehen. Die Kachwahas sind nicht nur in Rajasthan verbreitet, sondern auch in anderen Bundesstaaten, z.B. Madhya Pradesh, Uttar Pradesh oder Bihar. Die vom Kachwaha-Herrscher Prithvi Raj (1503-1527) gegründeten Bara Kothris (= 12 Stammhäuser der Kachwaha-Königsfamilie) sollten sich eigentlich sein Erbe teilen und das Reich regieren. Jedoch kam es immer wieder zu Erbstreitigkeiten zwischen den Familienzweigen und wechselnden Herrschern von Amber, bis sich schließlich 1548 Bhar Mal gegen seine Verwandten als Herrscher von Amber durchsetzte. Die 12 Haupt-Adelszweige der Familie Kachwaha sind heute: Gogawat, Pachyanot, Nathawat, Balbhadrot, Surtanot, Khangarot, Charutbhujot, Kalyanot, Kumbhani, Sheobramhpota und Banvirpota.

nachfolgend die Kachwaha-Herrscher von Amber/Jaipur:

* Sodh Dev (966-1006
* Duleha Rai (1006-1036)
* Kankil Dev (1036-1038)
* Hanu Dev (1039-1053)
* Janad Dev (1053-1070)
* Pajwan Dev (1070-1094)
* Melaisi Dev (1094-1146)
* Beejal Dev (1146-1178)
* Raj Dev (1179-1216)
* Khelan Dev (1216-1275)
* Kuntal Dev (1276-1317)
* Joonsi Dev (1317-1365)
* Udaj Karan (1366-1388)
* Nar Singh Dev (1388-1427)
* Banbir (1428-1439)
* Uddra Ram (1439-1467)
* Chandra Sen (1467-1502)
* Pritvi Raj (1503-1527)
* Puran Mal (1527-1534)
* Bhim (1534-1537)
* Ratan Singh (1537-1548)
* Ash Karan (1548)
* Bhar Mal (1548-1573
* Bhagwant Das (1574-1589)
* Man Singh I. (1590-1614)-A
* Bhao Singh (1614-1621)-B
* Jai Singh (1622-1667-C
* Ram Singh I. (1667-1689)-D
* Bishan Singh (1689-1700)-E
* Sawai Jai Singh II (1700-1743)-F
* Ishwari Singh (1743-1750)-G
* Madho Singh (1751-1768)-H
* Prithvi Singh (1768-1778)-I
* Pratap Singh (1778-1803)-J
* Jagat Singh (1803-1818)-K
* Jai Singh III (1819-1835)-L
* Ram Singh II (1835-1879)-M
* Madho Singh II (1880-1922)-N
* Man Singh II (1922-1969)-O
* Bhawani Singh (1970- )-P
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die Chauhan-Familie in Rajasthan:
Die Chauhans erheben den Anspruch, eine der vier Agnivanshi = aus dem heiligen Feuer am Berg Abu geborene Herrscherfamilie zu sein. Sie gehöhren zu den 36 Rajputen-Königsfamilien in Rajasthan. Die Familie der Chauhan ist über weite Teil Nord- und West-Indiens verteilt. Sie ist in viele Familienzweige unterteilt und mit vielen anderen Fürstenhäusern verwandt und verschwägert.
Seine größte Machtausdehnung hatte das Reich der Chauhan unter Prithvi Raj III, der über große Teile Rajasthans und Nordindiens - von Ajmer bis Delhi - regierte und 1192 von Mohamed Ghori besiegt wurde. Die meisten Chauhans sind Hindi, es gibt aber auch Familienzweige, die sich als Sikhs oder Muslims bekennen.
Einige Chauhan-Herrscher:
- Ayay Pal - Gründer von Ajmer im 11. Jahrhundert
- Prithviraj I (12. Jh.)
- Jagdeva (? - 1152)
- Vigraharaja (1152-1165)
- Apara Gangeya (1165-?)
- Prithvirah II
- Somadeva (? - 1179)
- Prithviraj III = Prithvi Raj Chauhan (1179-1192)

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