Während der deutsch-rumänischen Besetzung Odessas im 2. Weltkrieg seit 1941 gingen viele Einwohner Odessas in die Katakomben, zu anfangs um sich hier zu verstecken, später aber auch, um von hier aus als Partisanen gegen die Eindringliche zu kämpfen.
Der sowjetische Dramatiker Walentin Katajew (1897-1982) beschreibt in seinem 1949 erschienenen Roman „In den Katakomben von Odessa“ die Stadt Odessa und wie sich die Bürger der Stadt nach dem deutschen Angriff in die Katakomben zurückzogen, um von dort aus den Partisanenkampf gegen die Besatzer zu führen.
Manche Partisanen waren bis zu 900 Tage !!! unter Tage – ohne Sonnenlicht, nur mit primitiven künstlichen Lichtquellen, hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um ca. 15°C.
Durch das fehlende Sonnenlicht wurden sie krank, konnten aber auch nicht mehr an die Oberfläche, da man sie wegen ihrer bleichen Haufarbe sofort als Höhlenbewohner erkannte. Ihre Kleidung war ständig feucht-klamm. Offene Rauchentwicklung musste stets vermieden werden. Oft gab es nicht genug Trinkwasser.
Die Partisanen versteckten sich nicht nur in den Katakomben, sondern hielten von hier aus auch Kontakt zur Bevölkerung über Tage und führten Störaktionen gegen die Besatzungstruppen durch. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass das Opernhaus von Odessa vor der Sprengung durch die abziehenden deutsch-rumänischen Truppen gerettet werden konnte.
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