Reisen nach Delhi - Stadt-Informationen und Bilder zum Stadtteil Old-Delhi |
Delhi ist die Hauptstadt der Republik Indien mit ca. 17-20 Mio Einwohnern.
Nach Mumbai (Bombay) ist Delhi die zweitgrößte Stadt Indiens, gelegen am Fluss Yamuna. Seit mind. 3000 Jahren wurde das Stadtgebiet
besiedelt. Delhi wird auch als "Stadt der sieben Städte" bezeichnet, da die heutige Stadt auf den Ruinen von mind. 7 Städten erbaut wurde:
1. Stadt: Qila Rai Pitbora - stammt aus dem 12. Jahrhundert
2. Stadt: Siri - erbaut ab ca. 1305
3. Stadt: Tuqhlaqabad - erbaut ca. 1320-25
4. Stadt: Jahanpanah - erbaut ca. 1330-1350
5. Stadt: Ferozabad - erbaut um 1350-80
6. Stadt: Purana Qila - ab ca. 1530
7. Stadt: Shajahanabad - erbaut ab ca. 1640-1650
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Die Stadt hatte eine wechselvolle Geschichte. Von 1206-1506 bestand das islamische Sultanat von Delhi mit vielen Höhen und Tiefen.
Die Eroberer kamen und gingen. Die Mogulkaiser residierten meist in Agra oder Fatehpur Sikri. Auch die britischen Kolonialherren unterhielten nur eine
Niederlassung in Delhi und wählten Kalkutta zu ihrer Hauptstadt (bis 1911).
Ab 1911 erbauten die Briten aus politisch-strategischen Gründen die neue Stadt New-Delhi, die 1931 eingeweiht wurde und bis heute Sitz der indischen Regierung ist.
Delhi ist ein nationaler und internationaler Verkehrsknotenpunkt und eines der wirtschaftlichen und kulturellen Zentren von ganz Indien.
Rund um die Metropolen schiessen Satellitensiedlungen aus dem Boden. Seit 2002 gibt es in Delhi eine U-Bahn, die weiter ausgebaut wird und bis zum neuen
Flughafen "Indira Ghandi" führt.
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neue Metrostation in Süd-Delhi |
neuer Flughafen Indira Ghandi |
| Die wichtigsten hier dargestellten Bauwerke und Touristenziele von Old-Delhis sind:
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Rotes Fort
Chandni Chowk Basarviertel
Jami Masjid Moschee
Raj Ghat Gandhi-Grabmahl
Feroze Shah Kotla
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weitere Ausflugsziele in Süd-Delhi
Das Rote Fort (LAL QILA):
Shah Jahan gab 1639 den Auftrag zum Bau des Roten Forts (genannt wegen des roten Sandsteins). Die Bauzeit betrug 9 Jahre.
Die Festung hatte ein Vorbild: das Rote Fort in Agra. Bis 1857 nutzten die Mogulkaiser das Rote Fort als Residenz, bis die Briten den letzten
Mogulkaiser Bahadur Shah Zafar vertrieben.
Das Fort ist nur zum Teil für Touristen offen. Die Briten rissen viele Bauten im Fort zugunsten von Kasernen und Baracken ab.
Das Lahore-Gate ist der heutige Haupteingang zum Fort. 2,4 Km Mauer umgeben das Fort. Die mächtigen Mauern und Türme sowie die vorgelagerten Bastionen am Lahore- und Delhi-Gate zeugen von der grossen Festungs-Baukunst der indischen Baumeister.
Trotzdem wurde das Fort mehrmals erobert. Hier befand sich früher der sagenhafte "Pfauenthron" der Mogulkaiser, bis dieser 1739 bei einem Überfall
persischer Truppen entwendet wurde und bis heute als verschollen gilt.
Seit 2007 steht das Rote Fort auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.
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das Lahore-Tor mit vorgelagerter Bastion |
offizieller Besucher-Eingang |
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rote Mauern geben dem Fort seinen Namen |
Bastion vor dem Lahore-Tor |
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Bazarviertel "Chandni Chowk":
Gegenüber dem Roten Fort erstreckt sich die ehemalige Prozessionsstrecke und heutige Einkaufs-/Bazarviertel Chandni Chowk.
Das Viertel ist durchzogen von kleinen Gassen und verstopften Strassen. Es gibt hier viele kleine Läden und Werkstätten,
Händler und Tagelöhner, Träger und Handwerker jeglicher Art sowie Garküchen.
Das Marktviertel wird begrenzt durch ein Dreieck zwischen Rotem Fort - Fatehpuri Masjid - Jami Masjid.
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Shri Digambar und Gauri Shakar |
Straße Chandni Chowk |
Direkt gegenüber dem Roten Fort beginnt das Chandni Chowk Bazarviertel und an einer belebten Kreuzung stehen zwei
sehr alte Tempel: Die roten Kuppeln gehören zum Shri Digambar Lal Jain Mandir, einem 1658 erbauten Jain-Tempel mit einem angeschlossenen Vogel-Hospital
(entsprechend der Philosophie der Jain). Es ist der älteste Jain-Tempel Delhis.
Die weissen Dächer gehören zum Gauri Shakar Tempel, der dem Gott Shiva und seiner Frau Parvati geweiht ist. Der Tempel ist ca. 800 Jahre alt.
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Gemüsehändler |
Gewürzmarkt |
Nachfolgend einige Straßenszenen aus dem Basarviertel Chandni Chowk. Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.
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Jami Masjid (Freitags-Moschee):
Südlich des Chandni Chowk befindet sich die größte Moschee Indiens Jami Masjid. Kaiser Shah Jahan gab den Bau dieser riesigen Moschee
im Jahr 1656 in Auftrag. Die Moschee wurde auf einem Hügel erbaut und die Treppen symbolisieren den Aufstieg gen Himmel.
Im Hof der Moschee haben bis ca. 25.000 Gläubige Platz. In der Mitte des Platzes steht eine DIKKA-Bühne, um die Gebete des Imams in der Moschee
für die Besucher im Hof zu wiederholen. Die Moschee hat nur nach Westen eine geschlossene Wand, da sich hier die Gebetsnische gen Mekka befindet.
Ansonsten ist die Moschee rundherum offen. Es gibt keine geschlossenen Gebetsräume.
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Gandhi-Gedenkstätte Raj Ghat:
Im Südosten von Rotem Fort und Chandni Chowk gelegen befindet sich mit Rajghat eine der wichtigsten National-Gedenkstätten der Inder:
das Grabmahl von Mahatma Ghandi.
Der Leichnahm von M. Ghandi wurde hier eingeäschert und unter einer schwarzen Granitplatte begraben. Es ist eine Pilgerstätte und Mahnmal zu Ehren des "Vaters der Nation"
für Staatsgäste, Schulgruppen, Touristen und sonstige Anhänger Ghandis.
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Feroze Shah Kotla:
Am südlichen Ende von Old-Delhi befinden sich die Ruinen und Überreste des Palastes von Ferozabad, der fünften Stadt Delhis.
Der Herrscher Feroze Shah Tuqlaq (1351-1388) ließ hier seinen Palast erbauen und hier befand sind einstmals die größte Moschee Delhis.
In der Ruinenanlage befindet sich auf einem pyramidenartigen Gebäuderest eine polierte Steinsäule, die dem alt-indischen Herrscher ASHOKA
(ca. 273-232 v.u.Z.) zugeschrieben wird. Durch die Inschriften auf dieser Steinsäule konnte eine alt-indische Schrift entziffert werden.
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