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Südlich der Stadtteile Old-Delhi und New-Delhi liegen einige sehr interessante, touristische Ausflugsziele, die hiermit vorgestellt werden:
- Humayun-Grabmahl
- Grabmahl des Isa Khan
- Purana Qila Fort
- Mehrauli-Park (Qutb Minar Komplex)
- Tempel der Baha'i (Lotustempel)
weitere Ausflugsziele in Old-Delhi
weitere Ausflugsziele in New-Delhi
das Grabmahl des Humayun:
HUMAYUN war der zweite Mogulherrscher Indiens und Sohn Baburs.
Nasir ud din Muhammad Humayun wurde 1508 in Kabul geboren und starb 1556 in Delhi. Er war kein starker Herrscher.
Er regierte von 1530-1540, wurde 1540 vom Afghanenfürsten Sher Shah vertrieben, musste aus Indien fliehen und verbrachte 15 Jahr in
persischem Exil. Durch innere Querelen und Unruhen nach dem Tod von Sher Shah gelang es Humayun, wieder als Herrscher nach Indien zurückzukehren.
Er herrschte nochmals für kurze Zeit 1555-1556 und starb 1556 durch die Folgen eines Unfalls (Treppensturz).
Humayun widmete sich nach seiner Rückkehr aus dem persischen Exil der Reform der Staatsverwaltung und der Astronomie.
Durch seinen Aufenthalt in Persien wurde die Mogulherrschaft in Indien stark persisch beeinflusst. Auch sein Grabmahl in Delhi wurde von einem
persischen Baumeister erbaut und wurde zu einem Beispiel späterer Mogulbauten (z.B. Taj Mahal). Nach dem Tod Humayuns folgte sein erst
13 Jahre alter Sohn Akbar auf den Thron, der einer der mächtigsten Mogulkaiser werden sollte.
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Das Grabmahl wurde 1565 von dem persischen Architekten Mirak Ghiyas gebaut. In dem Mausoleum sind neben Humayun auch seine Frauen und ein Sohn
des späteren Kaisers SHAH JAHAN bestattet. Der quadratische Sockel ist mit roten Sandsteinbögen geschmückt und in viele Kammern unterteilt.
Im Kuppelsaal steht ein weisser Sarkophag, jedoch liegt das eigentliche Grab in einer Grabkammer darunter. Die weisse Dachkuppel aus Marmor und steinerne,
kunstvoll durchbrochene Gitterfenster wurden zu einem typischen Bestandteil späterer Mogularchitektur.
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das Grabmahl des Isa Khan:
ISA KHAN war ein mutiger und treuer Edel- und Gefolgsmann am Hof des afghanischen Herrschers Sher Shah. Sher Shah hatte Humayun zeitweilig ins
Exil vertrieben. Das Grabmahl des Isa Khan wurde 1547 (also noch vor Humayuns Tod) unweit von Humayuns späterer Grabstätte im so genannten
NIZAMUDDIN-Komplex errichtet. Dieses Grabmahl ist ein architektonisches Schmuckstück islamischer Baukunst in Indien.
Es ist dem Baustil der 300 Jahre älteren LODI-Dynastie nachempfunden, jedoch ausgereifter mit seinen Kuppeln und Proportionen.
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In unmittelbarer Nähe des Humayun-Grabmals finden sich weitere Foto-Objekte:
Vom Eingang Richtung Grabmal befindet sich rechter Hand ein Tor zu einer Ruine. Diese Ruine war ein Gebäude für 300 persische Arbeiter,
das die Witwe des Humayun nach dessen Tod bauen ließ.
Steht man auf der Plattform des Grabmals so sieht man hinter Bäumen einen strahlend weissen Tempel. Es handelt sich um den Sikh-Tempel
Gurdwara Damdama Sahib aus dem 17. Jahrhundert. Hier weilte der 10. Guru der Sikhs - Gobind Singh - während seines Besuches bei dem Mogul-Herrscher Humayun.
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Bau für die 300 persischen Arbeiter |
Sikh-Tempel Gurdwara Damdama Sahib |
die Zitadelle Purana Qila:
PURANA QILA ist eine alte bewohnte Gegend. Hier entstand die 6. Stadt Delhis. Der 2. Mogulherrscher Humayun ließ an dieser Stelle
um 1530 eine Zitadelle zum Schutz seiner Residenz erbauen. Sein Feind Sher Shah eroberte jedoch sowohl sein Reich als auch Purana Qila.
Sher Shah ließ die damals strategisch wichtige Zitadelle verstärken und weiter ausbauen. Das Fort lag damals direkt am Fluß Yamuna,
wovon heute nur noch ein seichter Teich daran erinnert. Viele Bauten und Paläste innerhalb von Purana Qila wurden im Laufe der Jahre zerstört oder
sind verfallen. Es gibt 3 mächtige Eingangstore mit flankierenden Rundtürmen aus rotem Sandstein. Die Tore können nachts angestrahlt werden.
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der Archäologie-Park Mehrauli ausserhalb von Süd-Delhi:
MEHRAULI ist besonders durch den QUTB MINAR Komplex bekannt und berühmt.
Der Herrscher Qutb ud Din Aibak machte um 1193 dieses Gebiet zum Zentrum des Sultanats von Delhi. Er ließ die Moschee Quwwatt-ul-Islam sowie den Sieges-Turm
Qutb Minar (mit anfangs nur 2 Etagen) als Symbol islamischer Herrschaft in Indien errichten.
Seine Nachfolger Iltutmisch, Ala-ud-Din Khilji und Feroze Shah Tuqlaq erweiterten den Gebäudekomplex und fügten der Qutb-Minar-Säule weitere 3 Etagen hinzu.
Hier befinden sich auch die Grabmahle des Iltutmisch (um 1235), des Ala-ud-Din Khilji (1296-1316) und des Imams Zamin.
Bis vor einigen Jahren war der Turm noch für Besucher begehbar, wurde jedoch seit
einer Massenpanik mit vielen Toten für Touristen geschlossen.
Gegenüber dem Qutb Minar sollte eine zweite Siegessäule entstehen, die jedoch nur begonnen, aber nie fertiggestellt wurde.
Das Eingangstor "ALAI DARWAZA" wurde 1311 erbaut und ist eines der ältesten islamischen Bauten in Bogenarchitektur.
Bemerkenswert ist eine Eisensäule aus dem 4. Jh, die nicht rostet und ein Wunderwerk altindischer Metallurgie ist. Die Eisensäule soll ursprünglich
als Flaggenmast bestimmt gewesen sein.
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Qutb Minar und Eisensäule |
Quwwat-ul-Islam Moschee |
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Eingangstor Alai Darwaza |
Grabmahl des Iltutmisch |
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Grabmahl von Ala-ud-Din Khilji |
Ruine des 2. Siegesturmes |
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der Lotustempel ausserhalb von Süd-Delhi:
Baha'i House of Worship ist ein Tempel der Baha'i-Sekte aus Persien und wird wegen der ungewöhnlichen Architektur auch
allgemein LOTUSTEMPEL genannt. Das Gebäude mit den 27 marmornen Lotus-Blütenblättern wurde 1980-1986
durch einen iranischen Architekten entworfen und erbaut. In dem Tempel haben bis zu 1300 Menschen Platz. Der Tempel ist von einer großen
Grünanlage und einem Eisenzaun umgeben. Der Tempel soll im Prinzip für jeden offen sein (ausser Bettler).
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weitere Ausflugsziele in Old-Delhi
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