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Reisen nach Uglitsch per Schiff oder Bus auf dem Goldenen Ring
Eine der Perlen auf der Route des "Goldenen Rings" ist die kleine Stadt Uglich/ Uglitsch, unweit von Rostow Weliki an der Wolga nördlich von Moskau. Sie wurde 1148 erstmals erwähnt.
 
Bild 1: MS Peterhof am Wolgaufer von Uglich
Bild 2: Das Hotel UGLICH im Zentrum der Stadt
Im 15. Jh. errang die Stadt großen Wohlstand durch sein örtliches Bauwesen und eigene Münzprägung.
Im 16. Jh. erlangte Uglich traurige Berühmtheit, weil hier im Jahre 1591 der Zarensohn DMITRI, legitimer Erbe von Zar Iwan, dem Schrecklichen, unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen zu Tode kam. Sein Tod wurde mit dem späteren (möglicherweise unrechtmäßigen) Zaren Boris Godunow als Drahtzieher in Verbindung gebracht. Godunow stellte den Tod des Dmitri als Unfall dar, weshalb es zu Unruhen in der Stadt kam. Spätere polnisch-litauische Truppen versuchten um 1611, einen falschen Dmitri als Zaren zu inthronisieren, was jedoch misslang.
Bild 3: Demetrios-Kirche "Dmitri auf dem Blute"
Bild 4: Blick auf das Kreml-Areal von Uglitch
An der Stelle von Dmitris "Unfall" wurde später (1692) die Demetrios-Kirche des "Dmitri auf dem Blut" erbaut. Eine spektakuläre Rolle spielte die "verbannte" Glocke, die den Tod Dmitris verkündete. Ihr wurde die Schuld an den Unruhen gegeben, weshalb man der Glocke den Klöppel herausriss, sie auspeitschte und sie für 300 Jahre nach Tobolsk in Sibirien verbannte.
Bild 5: die "verbannte" Glocke von Uglich
Bild 6: Ikone des Heiligen Nikolaus von Myra
Bild 7: Wandbild in der Demetrioskirche
Bild 8: alte Eingangstür zu den Zarengemächern
Vom Uglitscher Kreml sind Mauern und Türme nicht mehr erhalten. Das älteste Gebäude des Kreml sind die Zarengemächer von 1480.
Bild 9: die alten Zarengemächer neben der Demetrioskirche
Bild 10: Museumsräume in den Zarengemächern
Die Christi-Erlöser-Kathedrale datiert aus dem Jahr 1713 und ist die größte Kirche des Ortes. Auffällig sind die prächtige Ikonostase sowie die herrlichen Wandgemälde.
Bild 11: die Christi-Erlöserkirche auf dem Gelände des Kreml von Uglitsch
Bild 12: Kuppeln der Erlöserkirche
Bild 13: die überaus prachtvolle Ikonostase der Erlöserkirche
Bild 14: eines der vielen Wandbilder
Das Alexejewski-Kloster wurde bereits um 1371 gegründet und gehört damit zu den ältesten Gründungen der Region. 1534 entstand hier die erste Steinkirche, die jedoch nicht mehr existiert. Während der polnisch-litauischen Invasion von 1608-1611 wurde das Kloster fast völlig zerstört. Seit 1628 entstand das Kloster in neuer Schönheit mit dem Bau der dreitürmigen Kirche.
Bild 15: Das Alexejewski-Frauen-Kloster
Bild 16: Deckengemäde
In den 30er Jahren des 20. Jh. wurde das Kloster geschlossen und geplündert. Seit den 50er Jahren wird an der Restaurierung des Klosters gearbeitet. Heute befindet sich hier ein Frauenkloster.
Bild 17: die dreitürmige Haupt-Kirche
Bild 18: seit der Wende wurden die Klostergebäude renoviert und saniert
In den 30er/40er Jahren des 20. Jh. wurde in der Nähe von Uglitch ein Wasserkraftwerk errichtet und die Wolga gestaut. Viele Dörfer, Kirchen und Klöster fielen dem Uglicher Stausee zum Opfer. Weithin sichtbar und bekannt ist der allein im Wasser stehende Glockenturm der Nikolaus-Kirche von Kaljasin.
Bei Uglich gibt es eine Schiffsschleuse zur Überbrückung von 11 Meter Wasser-Unterschied der Wolga.
Bild 19: die Wolga-Schleuse bei Uglitsch
Bild 20: typisches Holz-Wohnhaus der Region
Neben den geschichtsträchtigen Kirchen und Klöstern wartet die Stadt Uglich mit kleinen, aber interessanten örtlichen Museen auf:
Kunstgewerbemuseum, Wodkamuseum, Puppenmuseum, Gefängnismuseum
Bild 21: Puppenmuseum
Bild 22: Artikel des Volkskunstmuseums
Bild 23: Kunstgewerbe-Ausstellung verschiedener russischer Kunstschulen ...
Bild 24: ...und Produktions-Standorte
In Uglich wurde 1998 das erste Museum des russischen Wodkas eröffnet.
Hier werden über 1000 Wodkasorten aus knapp 100 Wodka-Brennereien ausgestellt. Uglich ist der Geburtsort von Pjotr A. Smirnow (1831-1898) – des russischen Wodka-Königs und Urvaters der späteren Wodkamarke "Smirnoff". Sein Sohn Wladimir übernahm die Wodkafabrik seines Vaters und musste nach der russischen Oktoberrevolution von 1917 ins Ausland fliehen. Nach 1930 wurde der Firmensitz in die USA verlagert.
Bild 25: Das Wodka-Museum von Uglich mit Exponaten von P.A. Smirnow
Bild 26: Glasvitrinen mit Exponaten der Wodka-Produktion in Russland
Bild 27: Das Gefängnis-Museum
Bild 28: ehemaliger Gulag-Häftling aus Uglitsch
 
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