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Flugreisen:
Die indische National-Fluggesellschaft Air India und viele andere internationale Airlines verbinden Delhi, Mumbay (Bombay), Kolkata (Kalkutta), Chennai (Madras) und weitere Städte mit dem In- und Ausland.
Auch innerhalb Indiens gibt es ein gut ausgebautes Flugstreckennetz. Jedoch sind inländische Flüge als eher unpünktlich bekannt.
Besonders bei Flügen ab Indien ins Ausland sollte man rechtzeitig (ca. 2-3 Stunden) vor dem Abflug zum Check-In erscheinen. Die Abfertigungs-Prozeduren können manchmal
sehr langwierig sein.
Bahnreisen:
Indien hat dank der britischen Kolonialzeit ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz. Die Bahn verbindet alle großen Städte des Landes.
Deshalb nutzen die Einheimischen auch sehr viel die Bahn. Indien hat 3 Bahnhöfe und man sollte sich bei selbstgebuchten Bahnreisen genau informieren, von welchem Bahnhof
der Zug abfährt. Es gibt verschiedene Zugarten - langsame Passagierzüge und schnellere Expresszüge. Ticketbuchungen sind für Ausländer sehr umständlich und zeitaufwendig.
Man sollte die Hilfe eines örtlichen Reisebüros nicht scheuen. Es gibt bei der indischen Bahn sowohl Papier- als auch elektronische Tickets.
Neben den normalen Bahnen seien die Touristen-Luxuszüge, wie der Palace on Wheels mit sehr hohem Komfort genannt.
An allen indischen Bahnhöfen wimmelt es von Gepäckträgern. Zur Unterscheidung gibt es die offiziell registrierten Träger mit rotem Hemd und einer Marke (Lizenznummer) am Arm oder Handgelenk.
Dagegen findet man besonders vor Delhis Bahnhöfen Massen an Wohnungslosen, die vor den Bahnhöfen kampieren und versuchen, Reisende/Touristen vor den offiziellen Trägern abzufangen.
Viele Bahnziele in Rajasthan oder im Süden von Delhi werden von den Bahnen des SHATABTI-EXPRESS angefahren.
Wir fuhren mit dem Shatabti-Express vom Bahnhof New-Delhi (NDLS) via Jaipur nach Ajmer in Rajasthan. Die Entfernung für diese Strecke ist 444 Kilometer.
Abfahrt des Zuges morgens 06.05 Uhr ab Delhi mit einer Fahrzeit von ca. 6,5 Stunden. Eine Fahrkarte 2. Klasse ( Klasse CC) kostet für Ausländer ca. 25 EURO plus Buchungsgebühren.
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Bahnsteig New-Delhi |
Abteil 2. Klasse Shatabti-Express |
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Abteil-Betreuer (Steward) |
Verbots-Schild |
Im Reisepreis ist Vollpension inklusive. Diese VP sieht in etwa so aus:
Nach Abfahrt des Zuges bekommt jeder Fahrgast vom Abteil-Betreuer eine Flasche Wasser (1 Liter). Danach verteilt der Betreuer aktuelle Zeitungen.
Nach der Zeitungszustellung werden kleine Thermoskannen mit Heisswasser sowie Teegedecke mit Teebeuteln, Keksen und Snacks als Frühstück verteilt.
In dieser Zeit hat der Betreuer alle Hände voll zu tun (alle Artikel auspacken, vorbereiten, verteilen, wieder einsammeln, wieder verstauen).
Nachdem die letzten Passagiere gefrühstückt haben und das Geschirr abgeräumt ist, kommt der nächste Gang: das Mittagessen.
Dafür gibt es an den Abteilen Elektro-Konvektoröfen zur Erhitzung der mitgeführten Assietten-Speisen.
Nachdem der Abteilbetreuer alle Fahrgäste bedient und versorgt hat, geht es wieder ans Abräumen. Nach dem Mittagessen geht der Betreuer erneut durch
das Abteil und bietet nochmals Tee an. Er ist dabei ständig "auf Trab". Erst kurz vor dem Eintreffen am Ziel kann der Betreuer sich ein wenig Ruhe gönnen.
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die Teeküche |
der Konvektorofen |
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offizieller Gepäckträger |
Bahnabteil 2. Klasse |
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West-Ost-Bahnverbindung |
alter Passagierzug |
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Bahnsteig Bahnhof Jaipur |
typische Landschaft |
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Bahnhof Ajmer |
Bahnhofs-Vorplatz Ajmer |
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Strassenverkehr:
In Indien herrscht nach britischem Vorbild Linksverkehr. Es gibt Verkehrsregeln und Verkehrsschilder, jedoch werden sie kaum befolgt.
Der Verkehr ist für Europäer recht chaotisch. Man muss ständig auf Fussgänger, Radfahrer, Tuk-Tuks, Rikschas, Ochsen- und Kamelgespanne
sowie andere PKWs und LKWs und vor allem Tiere aufpassen. Das wichtigste Bauteil am PKW ist die Hupe, mit der man andere Fahrer auf sich aufmerksam macht.
In den Städten gibt es Ampeln und Verkehrspolizisten, die aber oft wenig hilfreich sind. Es wird links und rechts gleichermassen überholt.
Viele Fahrzeuge, egal ob PKW oder LKW, Tuk-Tuk oder Rikscha, sind total überladen.
Am Straßenrand stehen Schilder mit rigorosen Sicherheits-Anweisungen -
jedoch, wen interessieren diese Schilder schon? NIEMAND! Unfälle bleiben dabei leider nicht aus.
Verkehrspolizisten haben in Indien einen geringen Stellenwert. Bei Verkehrssünden zahlt man ein geringes Schmiergeld (ca. 50 Rupien = ca. 1 EURO) und der Fall ist erledigt.
Auf Landstrassen ist die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h, jedoch ist selbst diese oft nicht realisierbar. Querbuckel (Bumper) quer über die ganze Strasse dienen der Geschwindigkeits-Verlangsamung.
Viele Abschnitte von Überlandstrassen sind privat finanziert und das Befahren dieser Strassen ist gebührenpflichtig. Es gibt dafür Maut- bzw. Tollstationen.
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viele LKWs werden kunstvoll bemalt |
Mautstation |
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In Indien kann man leicht private und kommerzielle Fahrzeuge unterscheiden:
private Fahrzeuge (PKW) haben schwarze Schrift auf weißem Grund, alle kommerziellen Fahrzeuge (PKW, Taxis, LKW) haben schwarze Schrift auf gelbem Grund.
Indische Reisebüro-Fahrer tragen meist eine inoffizielle Uniform: lange, dunkle Hose und helles, einfarbiges Hemd (weiß oder hellblau).
Die Verständigung mit dem Fahrer ist meist kein Problem: Die Fahrer sprechen englisch und hindi. Unser Fahrer Kamal stammte aus dem Bundesstaat Kashmir.
Er kannte die Reiseroute von oftmaliger Fahrt sehr gut und gab viele Tips.
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unser Fahrer Kamal |
Viehmarkt unterwegs |
Tiere unterwegs:
Eine erhebliche Gefahrenquelle für den indischen Strassenverkehr sind Tiere. Überall gibt es freilaufende Tiere und man sollte ständig darauf vorbereitet sein,
daß ein Tier plötzlich auf die Fahrbahn läuft. Kühe haben ohnehin überall "Vorfahrt".
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Heilige Kuh, Wasserbüffel sind NICHT heilig |
halb-heilige Affen des Gottes Hanuman |
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Kamel-Karawane in Rajasthan |
wildlebende Schweine-Rotte als Müllfresser |
Auch Bauern mit ihren Tieren nehmen wenig Rücksicht auf den Strassenverkehr und treten plötzlich mit ihren Kamelen oder Ochsen auf die Strasse.
Im Gegensatz zu den vielen wilden Hunden in Ortschaften gibt es in Indien nur wenige Katzen (dies erklärte unser Fahrer und wir haben zumindest keine einzige gesehen).
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